04.02.2009
Klassiker der Luftfahrt

Junkers A 50 Junior DessauJunkers A 50 Junior in Dessau

Nach 79 Jahren ist jetzt eine der drei letzten Junkers A 50 nach Dessau zurückgekehrt. Am Dienstag, dem 2. Februar 2009, fand im dortigen Technikmuseum Hugo Junkers ein hochkarätig besetztes Treffen statt.

Bei dem Meeting diskutierte der Besitzer, ein Luftfahrtenthusiast aus Chemnitz, mit Experten die Restaurierung des wertvollen Zweisitzers in einen flugtüchtigen Zustand Noch bis Ende Februar ist das Flugzeug in dem Technikmuseum Hugo Junkers zu sehen.
Ihr Eigentümer hat die A 50 Junior, Baujahr 1930, im vergangenen Herbst von einem australischen Vorbesitzer nach einem fünfeinhalb Jahre währenden Verhandlungsmarathon erworben. Bis in die 70er Jahre hinein ist die Junkers noch geflogen. In den vergangenen 30 Jahren wurde sie eingelagert. Die Expertenrunde in Dessau, zu der unter anderem Michael Düsing vom LBA, Wolfgang Hübel, Technischer Betriebsleiter der Deutsche Lufthansa Berlin-Stiftung, der LH-Captain und Oldtimerexperte Claus Cordes und Motorenfachmann Dirk Bende (Motobende) gehörten, legte einen ersten Fahrplan für die nächsten Schritte der Restaurierung der A 50 Junior fest. Ende Februar soll das Flugzeug zu einer eingehenden technischen Befundung zu dem luftfahrttechnischen Betrieb H & S LTB nach Itzehoe gebracht werden. Danach kann dezidiert der Umfang der Restaurierungsarbeiten festgelegt werden. Motobende hat die Grundüberholung des Genet-Major-II-Sternmotors von Armstrong Siddeley (88 PS/65 kW) übernommen.
Diese Junkers A 50 Junior wird das weltweit einzige flugtüchtige Exemplar werden. Zwei weitere sind im Deutschen Museum in München und im Flughafenterminal von Helsinki ausgestellt.
Dringend gesucht werden noch Werksunterlagen und Dokumente zur A 50 Junior, zum Beispiel, Ersatzteillisten, Wartungs- und Reparaturhandbücher oder das Flugbetriebshandbuch. Wer helfen kann oder auch nur Tipps zu Fundstellen geben möchte, kann sich gerne telefonisch oder per E-Mail an Redaktion@Klassiker-der-Luftfahrt.de bei uns melden oder auch über die Internetseite www.classicflug.de , die viele Informationen zur Geschichte der Junkers A 50 Junior bietet, direkt mit dem Besitzer Kontakt aufnehmen.




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