Hanna Reitsch vor 100 Jahren geb. Hanna Reitsch vor 100 Jahren geboren

Sie ist eine der bekanntesten deutschen Pilotinnen, erflog zahlreiche Rekorde und erprobte als weiblicher Flugkapitän die modernsten Flugzeuge der Luftwaffe. Ihr fliegerisches Talent und ihre Leidenschaft machten die zierliche Frau mit dem strahlenden Lächeln aber auch zum willfährigen Werkzeug der NS-Propaganda.


Hanna Reitsch Rekordurkunde 1 Bilder

Hanna Reitsch wurde am 29. März 1912 im schlesischen Hirschberg geboren. 1932 begann sie mit dem Segelflug, hier erzielte sie ihre ersten und, Jahrzehnte später, auch ihre letzten Weltrekorde. Das nach dem Abitur begonnene Medizinstudium brach Reitsch nach wenigen Semestern ab, um sich ganz ihrer Leidenschaft, dem Fliegen, zu widmen. 1934 wurde sie von der Deutschen Forschungsanstalt für Segelflug als Testpilotin eingestellt und 1937 von Generalluftzeugmeister Ernst Udet zum Flugkapitän ernannt. Im selben Jahr wechselte sie zur Flugerprobungsstelle der Luftwaffe in Rechlin. Dort erprobte sie diverse Kampfflugzeuge, Lastensegler, Hubschrauber und Strahlflugzeuge. Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges soll sie sich für den Einsatz von Selbstopfer-Waffen wie dem Reichenberg-Gerät (über die Restaurierung einer Reichenberg berichteten wir im Klassiker der Luftfahrt 3/2012) ausgesprochen haben.


Bis zuletzt hielt Hanna Reitsch dem Regime die Treue und flog am 25. April 1945 Generaloberst Ritter von Greim in den Kessel von Berlin, damit dieser im Führerbunker mit Hitler zusammentreffen konnte. Nach Kriegsende kam sie in alliierte Kriegsgefangenschaft und begann 1954 wieder als Testpilotin in Darmstadt, diesmal bei der Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt. Außerdem schrieb sie Bücher, engagierte sich in Indien und Ghana und pflegte internationale Kontakte. Sie flog bis kurz vor ihrem Tod am 24. August 1979.

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JR



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