04.08.2017
Erschienen in: 08/ 2011 Klassiker der Luftfahrt

Der letzte "Gunfighter" (Teil 2) Versionen der F-8

kl 08-2011 Vought F-8 (01)

Nicht nur als Jäger wurde die Crusader berühmt: Der RF-8-Aufklärer leistete auch im Vietnamkrieg wertvolle Dienste und war die letzte aktive Version bei der US Navy. Hier ein Exemplar kurz vor dem Start von der USS „Independence“. Foto und Copyright: KL-Dokumentation  

 

IN DIESEM ARTIKEL

Versionen

XF8U-1: Zwei Prototypen (138899, 138900). 

Bezeichnungen vor der Reform von 1962 in Klammern:
F-8A (F8U-1): Erste Serienversion, 318 gebaut.
F-8B (F8U-1E): Begrenzte Allwetterfähigkeit mittels AN/APS-67-Radar statt APG-30-Feuerleitsystem. Prototyp (umgerüstete F8U-1, 145318) flog am 3. September 1958. 130 Einheiten gefertigt.
F-8C (F8U-2): Verbesserte Variante mit stärkerem J57-P-16-Triebwerk und Stabilisierungsflossen unter dem hinteren Rumpf. Erstflug am 20. August 1957. 187 gebaut.
F-8D (F8U-2N): Nachtjäger mit AN/APQ-83-Radar, stärkerer J57-P-20-Antrieb, 152 gebaut.
F-8E (F8U-2NE): Vergrößertes Radom für AN/APQ-94-Radar, Infrarotsensor vor dem Cockpit, mit J57-P-20A; zwei Aufhängepunkte für Waffen unter der Tragfläche. Erstflug am 30. Juni 1961; 286 gebaut.
F-8E (FN): 42 Exemplare für die französische Marine. Die Landegeschwindigkeit wurde reduziert durch ein System zur Grenzschichtbeeinflussung und durchVorflügel. Erstflug des Prototyps (modifizierte F-8D, 147036) am 24. Februar 1964. Letzte Auslieferung im Januar 1965.
F-8H: 89 Einheiten der F-8D mit Modifikationen (Waffenpylone, Feuerleitsystem für Bullpup-Flugkörper, Flügel mit höherer Lebensdauer, längeres Bugfahrwerk). Erstflug am 17. Juli 1967. Insgesamt 25 in Davis-Monthan eingelagerte F-8H gingen nach ihrer Überholung zusammen mit zehn als Ersatzteilspender dienenden Exemplaren Ende der 70er Jahre an die Philippinen. Dort flogen sie bei der 7. Jagdstaffel in Pampanga und wurden schließlich 1991 endgültig außer Dienst gestellt.
F-8J: Überarbeitete Variante der F-8E, die über die Grenzschichtbeeinflussung und Vorflügel der F-8E (FN) sowie ein vergrößertes Höhenleitwerk verfügte. Die erste von 136 umgerüsteten Maschinen startete am 31. Januar 1968 zu ihrem Erstflug.
F-8K: 87 F-8C wurden mit je einer Außenlaststation unter jedem Flügel und der Cockpitausstattung der F-8E modernisiert.
F-8L: 61 F-8B durchliefen ab Ende der 60er Jahre ein Programm zur Lebensdauerverlängerung und erhielten teilweise neue Cockpitinstrumente.
F-8M: Geplante Designation für überarbeitete F-8A, wurde nicht realisiert.
F-8P: Bezeichnung für 17 modernisierte F-8E (FN) mit verlängerter Lebensdauer.
DF-8F: Einige F-8A wurden zu Drohnenführungsflugzeugen umgerüstet.
IF-8: Interne Bezeichnung bei Vought für vorgeschlagene Exportversionen mit J79- oder Spey-Triebwerken, die nie verwirklicht wurden.
RF-8A (F8U-1P): Aufklärer mit insgesamt sechs Kameras im vorderen Rumpfbereich. Die Bewaffnung fiel weg. Der Prototyp (F8U-1, 141363) absolvierte seinen Erstflug am 17. Dezember 1957. Einige der 144 produzierten Jets kamen auch während der Kubakrise zum Einsatz.
RF-8G: Bezeichnung für 73 RF-8A, deren Lebensdauer verlängert wurde. Die am 31. August 1965 erstmals geflogene Version war die letzte Crusader-Variante im aktiven Dienst der USA.
TF-8A (F8U-1T): Vought baute die 77. Serienmaschine der F8U-1 (143710, diente auch als Prototyp der F8U-2NE) zu einem Trainer um, der einen Bremsschirm erhielt. Zwei der vier 20-mm-Kanonen fielen weg. Der Zweisitzer startete erstmals am 6. Februar 1962, blieb aber ein Einzelstück, da sich keine Kunden fanden. Er flog zwischenzeitlich bei der Testpilotenschule der US Navy in Patuxent River und stürzte schließlich am 28. Juli 1978 bei einem Ausbildungsflug eines philippinischen Piloten ab.
F8U-3 Crusader III: Neues, erheblich leistungsfähigeres Flugzeug, das im Wettbewerb der US Navy der F-4 Phantom unterlag. Nur fünf Exemplare wurden fertiggestellt.


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Patrick Hoeveler


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