14.05.2016
Klassiker der Luftfahrt

Spektakuläre Vorführung über AustralienTief und laut: General Dynamics F-111 über Surfers Paradise

Im Jahr 2008 flog eine General Dynamics F-111 der Royal Australian Air Force eine spektakuläre Vorführung über Surfers Paradise in Queensland. Anlass war ein Autorennen.

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Bei dem Rennen Nikon Indy 300 in Surfers Paradies im Jahr 2008 flog diese General Dynamics F-111 ihr berühmtes "dump and burn"-Manöver. Foto und Copyright: Commonwealth of Australia/SGT Rob Mitchell  

 

Vor 50 Jahren startete der erste Prototyp der General Dynamics F-111 zu seinem Erstflug. Der Jet ging als erster Schwenkflügler der Welt in die Serienproduktion. Neben den USA bestellte allerdings nur Australien das High-Tech-Muster, da Großbritannien aus finanziellen Gründen von einer Beschaffung Abstand genommen hatte. Die Royal Australian Air Force (RAAF) war auch der letzte Betreiber, da die US Air Force die letzten Exemplare schon 1998 außer Dienst gestellt hatte.

Die RAAF hatte ursprünglich 24 F-111C bestellt. Die ersten Exemplare landeten am 1. Juli 1973 auf dem Fliegerhorst Amberley in Queensland. Im Jahr 1993 kamen noch 15 gebrauchte Maschinen (F-111G) der USAF hinzu. Das in Australien auch „Pig“ genannte Kampfflugzeug flog bei der No.1 und No. 6 Squadron im Amberley. Auf Flugtagen wurde der Jet durch das Ablassen von Treibstoff, der sich in den heißen Abgasstrahlen entzündete, berühmt. Dieses „dump and burn“ bezeichnete Manöver führte eine F-111 auch im Jahr 2008 über Surfers Paradiese durch. In dem Ortsteil der Stadt Gold Coast in Queensland fand vom 23. bis 26. Oktober 2008 das Autorennen Nikon Indy 300 statt. Während verschiedenen Vorbeiflügen entstanden diese spektakulären Aufnahmen.

Ende einer Ära

Zwei Jahre später war die Ära der legendären F-111 endgültig vorbei. Als Ersatz kommt die Boeing F/A-18F Super Hornet zum Einsatz. Die RAAF hatte zunächst 24 Exemplare bestellt. Die ersten davon landeten am 26. März 2010 in Amberley. Am 3. Dezember 2010 wurde das „Pig“ auch aufgrund seiner hohen Wartungskosten offiziell außer Dienst gestellt. Insgesamt 13 Stück fanden den Weg in Museen oder dienen als Ausstellungsstücke in Museen. Acht Maschinen waren durch Abstürze verloren gegangen. Die restlichen Exemplare wurden 2011 bei Ipswich vergraben, da eine Verschrottung als zu teuer angesehen wurde.

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Patrick Hoeveler


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