04.08.2017
Klassiker der Luftfahrt

Defekter OldtimerRUAG baut neuen Auspuff für Dewoitine D.26

Flugzeugspezialisten sowie Lernende der RUAG Aviation haben an der D.26 HB-RAG/286 "Stadt Grenchen" die Auspuffanlage restauriert. Das historische Flugzeug wurde daraufhin vom Bundesamt für Zivilluftfahrt wieder für den Flug freigegeben.

Dewoitine D.26 Schloss Waldegg

Die historische Dewoitine D.26 aus der Schweiz fliegt wieder. Dabei halfen auch die RUAG-Auszubildenden mit Ersatzteilen aus ihrer Lehrwerkstatt entscheidend mit. Foto und Copyright: RUAG Aviation  

 

Der Fliegerverein Hangar 31 hatte sich an den System- und Komponentenanbieter gewandt, weil die alte Auspuffanlage der Dewoitine D.26 nicht mehr einwandfrei funktionierte. RUAG entschied sich daraufhin, die Anlage im eigenen Ausbildungszentrum neu anzufertigen. Der Neun-Zylinder-Sternmotor der Dewoitine war durch seine enge Bauart eine Herausforderung für die RUAG-Techniker, denn die neuen Teile mussten höchst präzise angefertigt werden. Ende Juni konnten die letzten Detailarbeiten für die Auspuffanlage fertig gestellt werden. Die ersten Flüge und die Prüfung durch das Bundesamt für Zivilluftfahrt hat der Oldtimer bereits erfolgreich absolviert.

Die Dewoitine wurde 1931 in der Eidgenössischen Konstruktionswerkstätte (K+W) in Thun produziert. Bis 1948 war sie bei der Schweizer Luftwaffe als Jagdflugzeug-Trainer im Schiess- und Formationsflug im Dienst. Bis 1946 zog sie auf nationalen Flugplätzen Segelflugzeuge in die Luft, danach kam sie fast 30 Jahre nicht mehr zum Einsatz. Zwischen 1993 und 2000 nahm sich eine Gruppe pensionierter Flugzeugmechaniker der Schweizer Luftwaffe dem in die Jahre gekommenen Flugzeug an und machte es in über 10.000 Arbeitsstunden wieder flugfähig. Seit 2015 gehört es dem Verein Hangar 31, der das Stück Schweizer Historie für die Öffentlichkeit zugänglich machen möchte. Neben der Auspuffanlage machten auch durch einen Unfall entstandene Schäden am Propeller, Flügel und Leitwerk eine Restaurierung notwendig.



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