11.05.2017
Klassiker der Luftfahrt

Messerschmitts Projekt Me 408 (Teil 2) Messerschmitt sah viele Einsatzmöglichkeiten für den "Roto-Jet"

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Zwei Strahltriebwerke, halb in die hinteren Rumpfseiten eingelassen, sollten zum Antrieb der Rotoren und zum Vortrieb während des Schnellfluges dienen. Die beiden Hubrotoren waren gegenläufig, so dass ein Heckrotor unnötig war. Die Transitionsendgeschwindigkeit, also die Geschwindigkeit, bei der die Rotoren voll eingefahren werden können, sollte bei 250 km/h liegen.

Als Vorteile eines solchen Flugzeugtyps, den Messerschmitt „Rotor-Jet“ nannte, versprach man sich gegenüber bisherigen Senkrechststartern mehr Wirtschaftlichkeit, kaum ungünstiger als bei konventionellen Flugzeugen, vor allem, wenn man den absoluten Zeitgewinn und die Ersparnis teuerer Startbahnen berücksichtigte. Und der „Rotor-Jet“ sollte sicherer als alle anderen Flugzeuge sein, da er auch im Falle des gesamten Triebwerksausfalls im Autorotationsflug sicher und sanft zur Erde gebracht werden könne, argumentierte ein Messerschmitt-Papier.

Der Anwendungsbereich eines „Rotor-Jets“ sei auf dem zivilen Luftfahrtsektor nahezu unbegrenzt, auf dem militärischen mit den Verwendungsmöglichkeiten als Verbindungs-, Beobachtungs-, Ambulanz- und Trainingsflugzeug hochinteressant. Es bestehe kein Zweifel, dass ein weites Gebiet des zivilen Luftverkehrs von „Rotor-Jets“ geradezu revolutioniert werden könne, hieß es weiter. Ohne besondere Zufahrtstraßen, ohne aufwendige Flugplatzanlagen und nicht zuletzt ohne zeitraubende Zubringerzeiten könne jeder Verkehr von Stadt zu Stadt durchgeführt werden. Das diese Möglichkeiten auch für die Wirtschaft eine große Bedeutung haben würden, bedürfe keiner besonderen Erklärung.


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