30.01.2017
Erschienen in: 07/ 2011 Klassiker der Luftfahrt

LuftschiffLZ 129 „Hindenburg“ – Untergang eines Giganten

Das Luftschiff LZ 129 „Hindenburg“ markiert den Höhepunkt des Luftschiffbaus. Es war das schnellste und exklusivste Reisemittel zwischen Europa und Amerika. Mit dem Untergang des LZ 129 "Hindenburg“ in einem Feuerball in Lakehurst ging zugleich die Ära der großen Luftschiffe zu Ende.

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Als das Luftschiff LZ 129 am 4. März 1936 erstmals die Zeppelin-Werfthalle in Friedrichshafen verließ, war für Hugo Eckener ein Traum Realität geworden. Die „Hindenburg“, so der Plan des Luftschiffkapitäns, Chef des Zeppelin-Konzerns und unermüdlichen Vordenkers für den Luftschiffverkehr, sollte als erstes Passagierluftschiff der Welt die Atlantikrouten von Deutschland nach Nord- und Südamerika wirtschaftlich befahren können.
        

Jungfernfahrt

Nachdem bei Probeläufen im Februar aufgetretene Schwingungsprobleme durch leichte Änderungen im Bereich der Motorgondelaufhängungen beseitigt worden waren, startete das LZ 129 am 4. März 1937 zur Jungfernfahrt. Es spricht für großes Vertrauen in die Technik, dass gleich bei der ersten Fahrt 85 Personen an Bord waren. Darunter waren Hugo Eckener selbst und Chefkonstrukteur Dürr. Im März folgten noch einige weitere Fahrten. Schon nach der vierten wurde das Luftschiff für den Verkehr freigegeben.

Noch im März startete das inzwischen offiziell auf den Namen „Hindenburg“ getaufte Luftschiff gemeinsam mit LZ 127 „Graf Zeppelin“ zu einer viertägigen Propagandafahrt über Deutschland. Zwei Tage danach, am 31. März, erfolgte der Start zur ersten Atlantiküberquerung nach Rio de Janeiro. Im Frachtraum reiste ein Opel Olympia mit, den der brasilianische Verkehrsminister erhalten sollte. Mit Seilen war er am Trägergerüst aufgehängt worden. Es war der erste Transport eines Autos auf dem Luftweg über den Atlantik. Nach vier Tagen und vierzig Minuten erreichte die „Hindenburg“ ohne Probleme Rio de Janeiro.


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