06.08.2016
Erschienen in: 07/ 2011 Klassiker der Luftfahrt

LuftschiffLZ 129 „Hindenburg“ – Bau eines Giganten

Das Luftschiff LZ 129 „Hindenburg“ markiert den Höhepunkt des Luftschiffbaus. Es war in seiner Zeit das schnellste und exklusivste Reisemittel zwischen Europa und Amerika. Die Herausforderungen beim Bau des Himmelsriesen waren immens.

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Die Dimensionen der „Hindenburg“ waren gewaltig: Sie war 245 Meter lang und 42,5 Meter im größten Durchmesser, mit einem Gasfassungsvermögen von 200.000 Kubikmetern war sie fast doppelt so groß wie ihr Vorgänger LZ 127 „Graf Zeppelin“. Das heute größte Passagierflugzeug der Welt, der Airbus A380, nimmt sich mit seinem etwas über 72 Meter langen Rumpf gegenüber dem Himmelsriesen geradezu klein aus. Eine Boeing 737 würde theoretisch komplett im Leib der „Hindenburg“ verschwinden.
           

Technische und wirtschaftliche Herausforderungen

Zwei Passagierdecks mit insgesamt 200 Quadratmetern Fläche waren in den Rumpf integriert. Sie boten auf Fernfahrten zunächst 50 Passagieren Platz. Die technischen und auch, im Zeichen der Weltwirtschaftskrise, wirtschaftlichen Herausforderungen bei der Entwicklung des Himmelsriesen waren außerordentlich hoch. Die Ingenieure von Zeppelins Technischem Büro unter der Leitung von Chefkonstrukteur Friedrich Dürr betraten in vielerlei Hinsicht Neuland im Luftschiffbau. Das Entstehen der „Hindenburg“ ist dabei eng mit der nach dem katastrophalen Ende des britischen Luftschiffes R 101 gestoppten Entwicklung des LZ 128 verknüpft. R 101, das wie die Zeppeline brennbaren Wasserstoff als Traggas verwendete, war am 5. Oktober 1930 in schwerem Wetter über einem Wald bei Beauvais in Frankreich niedergegangen und in Flammen aufgegangen. Dabei fanden 48 Menschen den Tod. Danach herrschte Konsens darüber, dass als Traggas künftiger Zeppeline nur noch das nicht brennbare Helium in Frage käme.


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