09.05.2017
Klassiker der Luftfahrt

Gabelschwanzteufel (Teil 2) P-38L, N25

Die einzig letzte fliegende Lightning Europas, ist der neue Star der Flying Bulls aus Österreich. Sie wurde im September 1945 mit der Werknummer 8509 und der Air-Force-Seriennummer 44-53254 als Aufklärerversion F-5G-6-LO gebaut, aber soll nicht mehr zum Kriegseinsatz gekommen sein. Im April 1946 erwarb das Unternehmen Lilee Products aus Chicago die schon wieder ausgemusterte Lightning für nur 1250 Dollar von der War Assets Administration in Kingman, Arizona.

Die zivile Registrierung erfolgte als NX25Y. Von 1947 bis 1953 war die Firma J. D. Reed aus dem texanischen Houston  Eigentümer. Mit der Bordnummer 14 wurde die P-38 zum Rennflugzeug „Bendix Racer“ und, ab 1953, zum „Sky Ranger“ von Hugh Wells aus Baltimore. 1962 bis 1963 gehörte Sylvan Lair und Vernon Thorpe aus Yukon die nun als N25Y registrierte Maschine. Dann, von 1964 bis 1970, übernahmen Marvin „Lefty“ Gardner und Lloyd Nolan von der Confederate Air Force aus Texas. Nach einem Intermezzo bei Joe Henderson kaufte Gardner das Flugzeug 1972 als „White Lightning“ wieder zurück. Bei der Rückkehr von einem Airshow-Auftritt erlitt die Lightning am 25. Juni 2001, am Steuer saß Gardners Sohn Ladd, einen Motorbrand im linken Triebwerk und musste notlanden.

Schließlich erwarb Red Bull 2005 die nicht mehr flugfähige P-38 und ließ sie bei Ezell Aviation in Texas fünf Jahre lang aufwändig restaurieren. Am 2. Juni 2008 fand der zweite Jungfernflug statt. Nach einer Schiffsreise aus Pensacola nach Hamburg-Finkenwerder flog Red-Bull-Chefpilot Sigi Angerer am 9. März 2009 die nun spiegelblank polierte P-38 in ihre neue Heimat, den Hangar 7 in Salzburg.


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Sebastian Steinke


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