25.08.2017
Erschienen in: 02/ 2014 FLUG REVUE

Ritt auf dem Feuerstuhl (Teil 5) Ein Start kostet 60000 Mark

Auch bei Horst Philipps zweitem Start am 12. Juli 1966 kam es zu keinen Schwierigkeiten, so dass dem Aufbau einer Lehr- und Versuchsstaffel des JaboG 32 zum Truppenversuch mit dem ZELL-System und einem Katapultsystem mit 14 Starfightern eigentlich nichts im Wege stand. Dazu kam es jedoch nicht mehr, da die Arbeiten im Oktober 1966 auf Weisung der Luftwaffenführung eingestellt wurden. Mit der Änderung der NATO-Strategie zur flexiblen Vergeltung ging man nun davon aus, dass der Gegner die Fliegerhorste eher mit konventionellen Waffen angreifen würde und sich die Schäden wieder instand setzen ließen.

Außerdem erschien der Aufwand zu hoch; die Kosten für einen ZELL-Start wurden auf 60000 Mark beziffert. Ihr Übriges tat auch die Starfighter-Krise. „Wir hatten ja wahnsinnig viele F-104-Unfälle, und da passte es nicht ins Bild, dass wir ein Unternehmen starteten, das noch risikoreicher schien. Dabei hätte ZELL funktioniert: Das Risiko war überschaubar, und die F-104 war gut geeignet. Es gab kein Problem.“ Ein Gutes hatte die Erprobung auf jeden Fall: Sie sorgte für die Verwendung des Schleudersitzes von Martin-Baker, der vielen Piloten das Leben retten sollte.

FLUG REVUE Ausgabe 02/2014


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Patrick Hoeveler


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