Leichthubschrauber 1966: Filper Beta 200 - Neuer US-Hubschrauber

San Ramon, ein unbedeutender Flecken südöstlich von San Francisco, rückte am 15. Juni 1966 unerwartet in den Blickpunkt der Luftfahrt.

San Ramon hatte an diesem Tag eine doppelte Überraschung zu bieten: Filper Research, eine Firma, deren Namen man bisher vergeblich in der langen Liste der amerikanischen Luftfahrtindustrie gesucht haben würde, stellte als absoluter Außenseiter einen so neuartigen schnellen Leichthubschrauber vor, daß man - bei aller Vorsicht mit Prognosen - von einer Revolution in dieser speziellen Kategorie der Luftfahrt reden könnte.

Ein Geheimnis bis zum Rollout

Das gesamte Unternehmen blieb bis zum Tag des Rollouts ein Geheimnis, ein Unternehmen, das von Anfang an in jeglicher Beziehung ungewöhnlich war. Sein Initiator, William E. Orr, ist 39 Jahre alt, heute Vizepräsident und General-Manager des jungen Unternehmens, von Hause aus eigentlich Versicherungsfachmann mit kaufmännischer Praxis bei Lockheed und United Aircraft, passionierter Flieger (mit elf Jahren begann er zu lernen, wie man ein Flugzeug steuert), aber im Grunde alles andere als ein Techniker.


Erste Unternehmung

Mit 28 Jahren gründete er die Copperfield Corporation, eine Firma, die sich nach seinen Vorstellungen mit der Herstellung von Konsumgütern befassen sollte, die sich als Nebenprodukte aus der fortgeschrittenen Luft- und Raumfahrttechnologie förmlich anboten. Zunächst blieb die neue Firma ein ideelles Unternehmen, mehr ein Wochenendjob für Orr und seine Mitarbeiter, von denen niemand auch nur entfernt damit rechnete, daß das erste Produkt ein Leichthubschrauber sein werde - selbst Orr hatte keine Pläne in dieser Richtung. Die ersten Überlegungen, die sich zu einem Produktionsprojekt verdichteten, drehten sich um ein Starrflügelflugzeug mit außergewöhnlichen Langsamflugeigenschaften.


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