09.03.2017
Erschienen in: 01/ 2012 Klassiker der Luftfahrt

Kolbenjäger (Teil 2) Flugfähige Exemplare

kl 01-2012 Hawker Sea Fury (01)

Eine Sea Fury F. Mk. 10 der No. 778 Squadron. Foto und Copyright: KL-Dokumentation  

 

IN DIESEM ARTIKEL

Sea Fury Mk. 11, N4434P, N985HW, „Furias“

Die berühmte „Furias2“: Das Rennflugzeug entstand aus einem aufwändigen Umbau unter Verwendung von Teilen der Sea Fury VX715, WJ290 und WH589. Letztere spendete den Rumpf und gilt nun als offizielle Zellennummer des heute gelben Rennflugzeugs. Die 1951 gebaute Sea Fury war 1952 an die Royal Australian Navy ausgeliefert worden, die sie auf dem Hilfsflugzeugträger HMAS Sydney einsetzte. 1961 befand sie sich auf dem damals britischen Marinefliegerhorst Sembawang in Singapore, von wo aus sie nach Australien verfrachtet und eingelagert wurde. 1963 bis 1969 ist als ziviler Eigentümer des im Freien abgestellten Flugzeugs die Firma Fawcett Aviation verzeichnet. Der britische Lord Trefgarne soll das Flugzeug zwischenzeitlich bestellt aber nicht abgeholt haben. 1969 gelangte das Flugzeug über kanadische Eigentümer als CF-CHB in die USA, wo 1971 das Fahrwerk bei der Landung einknickte. Die nun als „WH589/O-HB“ in RAF-Farben lackierte Sea Fury gelangte 1974 bis 1978 nach England und wurde zur G-AGHB. 1979 ist ein Unfall mit ihr aus Osnabrück überliefert. Lloyd Hamilton aus Kalifornien erwarb das Wrack und baute es als Rennflugzeug „Super Sea Fury“ mit einem Pratt & Whitney R-4360 als Antrieb neu auf. Als Registrierungen dienten N4434P und N985HW, die gespiegelte militärische Bordnummer. Als Eigentümer des Rennflugzeugs N4434P ist die Firma Air Zurich LLC aus Lake Zurich in Illinois, USA, im offiziellen FAA-Flugzeugregister verzeichnet.

Hawker Fury, Mk. 10, NX57JB, „Magnificent Obsession“

Diese Sea Fury des War Eagles Air Museum in Santa Teresa, US-Bundesstaat Neu Mexico, ist in Wirklichkeit eine Fury, denn sie wurde am 21. November 1949 als Landversion ohne Fanghaken und Klappflügel an die irakische Luftwaffe ausgeliefert. Als eine von 24 verbliebenen „Baghdad Furies“ wurde sie in den siebziger Jahren in die USA verkauft. Die Bordnummer 253 erwarb Ted Allen aus Australien, der in den achtziger Jahren eine australische Marinelackierung aus dem Koreakrieg anbrachte und die zivile Registrierung VH-HFA erhielt. 1989 kam das Flugzeug nach Chino, wo es auf der Chino Air Show auftrat. Im aktuellen FAA-Register ist NX57JB übrigens amtlich als „Sea Fury“ in der Kategorie „Experimental“ eingetragen.

Hawker Sea Fury Mk. 11, C-FGAT

Dies kanadische Sea Fury mit Vierblattpropeller ist mit einem modernen Cockpit mit GPS und Moving Map für den Instrumentenflug ausgerüstet worden. Das 2005 mit dem heutigen hellgrüngelben Anstrich versehene Flugzeug nutzt als Antrieb einen Curtiss Wright 3350-26WA. Die USFirma Courtesy Aircraft Sales bot dieses Flugzeug mit 1275 Flugstunden 2010 für 900 000 Dollar zum Verkauf an.

Hawker Sea Fury, Mk. 11, WJ231

In der größten europäischen Flugzeugsammlung zum Thema Marineflieger, im britischen Yeovilton, ist diese britische Hawker Sea Fury ausgestellt. Sie wurde 1965 auf der Marinefliegerbasis Anthorn außer Dienst gestellt. Das Flugzeug stellt mit einer in Polen nachgebauten MiG-15 die berühmte Szene des MiG-Abschusses in Korea frei nach.


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Sebastian Steinke


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