25.02.2016
Klassiker der Luftfahrt

WarbirdFocke-Wulf 190 im Hangar II

Focke-Wulf 190, dieser Name lässt die Augen vieler Warbird-Fans weltweit strahlen. Nun ist ein 1:1 Aufbau im Hangar II in Paderborn gelandet. Eine Gruppe von Luftfahrtenthusiasten arbeitet täglich daran, die 190 für den kommenden Flugbetrieb fit zu machen.

Der Jäger ist für Viele ein alter Bekannter. Ulrich Bronner hat den originalgetreuen Aufbau(Holzbauweise) in 12 Jahren selbst hergestellt. Die Pläne für die Fertigung lieferte der französische Konstrukteur Marcel Jurca. Bronner führte 2006 selbst den Erstflug durch. Bei einem Unfall im darauf folgenden Jahr wurde die 190 stark beschädigt. Beim Ausrollen brach eine Strebe des rechten Hauptfahrwerks und das Flugzeug sackte auf die rechte Fläche, die dadurch beschädigt wurde. Auch Propeller, Getriebe und Motor wurden dabei in Mitleidenschaft gezogen. Bronner blieb bei dem Unfall unverletzt. Die Aufbauarbeiten wurden mithilfe von Spendengeldern vorgenommen.

Bis heute war der Jäger rund 18 Stunden in der Luft und verschiedene Flugzustände wurden erprobt. Jetzt hat eine Gruppe von Enthusiasten am Flughafen Paderborn/Lippstadt die Maschine erworben und im Hangar II stationiert. Bevor der erneute Erstflug stattfinden kann, müssen einige Bauteile geprüft werden. So werden z.B. Fahrwerksbolzen, Anlasser und weitere Motorenteile überholt und teils ersetzt. Der eingebaute Motor ist ein amerikanischer Pratt & Whitney und liefert 1400 PS an den Drei-Blatt-Propeller. Dieser wird im Moment bei MT-Propeller gekürzt, um mehr Bodenfreiheit zu haben. In den nächsten Wochen soll das Rumpfwerk mit den Flächen verbunden werden und die Focke-Wulf wieder auf dem eigenen Fahrwerk stehen. Die Planungen sehen vor, dass noch in diesem Jahr der Flugbetrieb aufgenommen wird.

Mehr zur Focke-Wulf und dem Hangar II erfahren Sie in einer der kommenden Ausgaben des Klassiker der Luftfahrt.

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