27.01.2017
Erschienen in: 03/ 2015 FLUG REVUE

Langlebig und robustDouglas A-1 Skyraider

Ursprünglich für den Einsatz im Zweiten Weltkrieg gedacht, kam die Douglas A-1 Skyraider sowohl in Korea als auch in Vietnam zum Einsatz, wo sie sich als äußerst robust und vielseitig erwies.

Das Vermächtnis war groß, als die US Navy einen Nachfolger für die SBD Dauntless suchte. Schließlich hatte Douglas fast 6000 Exemplare des Sturzkampfbombers gebaut. Nach einigen erfolglosen Versuchen wie mit der schwerfälligen BTD-1 Destroyer schien Douglas dieses Mal nicht zum Zug zu kommen, da sich die Marine für die Martin AM-1 Mauler entschied. Konstrukteur Edward Heinemann unternahm einen letzten Versuch und bot bei einem Treffen im Juni 1944 das Ausarbeiten eines neuen Entwurfs an. Die Navy gab ihm und seinem Chefkonstrukteur Leo Devlin und Chefaerodynamiker Gene Root aber nur bis neun Uhr morgens am nächsten Tag Zeit. So schuf das Trio innerhalb weniger Stunden die BT2D Dauntless II in einem Hotelzimmer in Washington, D.C. Die Admiralität genehmigte daraufhin den Bau eines Prototyps, der allerdings schon neun Monate später fliegen sollte. Auch diesen engen Zeitrahmen konnten die Ingenieure einhalten, obwohl sie vor allem mit der Einhaltung der Gewichtslimits Probleme hatten und der vorgesehene R-3350-24-Motor von Wright für Verspätungen sorgte. Am 18. März 1945 startete Testpilot LaVerne Browne auf dem Mines Field, dem späteren internationalen Flughafen von Los Angeles, mit der XBT2D-1 (Seriennummer 09085) zum Erstflug. Zu diesem Zeitpunkt sah die Marine die Beschaffung von 548 Flugzeugen vor, da die Mauler nicht die erhofften Leistungen brachte. 

Bis auf einen Triebwerksausfall und anschließender sicherer Notlandung verlief die erste Erprobung recht reibungslos. Die zweite Maschine stieß am 8. Mai 1945 zur Flugerprobung hinzu. Auch die Ergebnisse der ersten Bewertung beim Naval Air Test Center in Patuxent River waren positiv. Mit dem Kriegsende im Pazifik nahm zwar die Dringlichkeit des Programms ab, aber die Militärs behielten es dennoch bei, wenn auch mit reduzierten Stückzahlen. 


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Patrick Hoeveler


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