20.01.2017
Klassiker der Luftfahrt

Luftwaffe bis 1945Die Top-Ten der Luftwaffe

Unter der Leitung des Technischen Amtes produzierten die Werke ab 1933 zwölf Jahre lang in hauptsächlich Jäger, Bomber, Transporter und Schulflugzeuge in nie dagewesenen Stückzahlen. Wir präsentieren die zehn meistgebauten Muster.

Lange bevor der Entwurfsingenieur eines Werkes erste Skizzen anfertigte, wurden die Bedarfsanforderungen des Auftraggebers erstellt. Den Planungskonferenzen des Technischen Amtes (LC) folgten umgehend die Pflichtenhefte, nach denen sich die Industrie zu richten hatte. Daraus konnte die beauftragte Entwicklungsfirma entnehmen, zu welchem Motor sie eine Zelle entwerfen sollte. Dem Konstruktionsbüro wurde exakt vorgeschrieben, welche genormten Niete, Bleche, Hölzer und Drähte zugeteilt wurden. Den Herren Direktoren wurde zu guter Letzt auch ein Entwicklungszeitplan vorgegeben, der in den Betrieben vor Ort von einem staatlichen Bauaufsichtsführer kontrolliert wurde. Entsprach ein Flugzeugmuster den Anforderungen des Technischen Amtes und der Erprobungsstelle, wurde der Serienbau angeordnet. LC teilte die Rüstungsbetriebe zunächst in drei Hauptgruppen ein:

Entwicklungsfirmen, Nachbaufirmen und Reparaturbetriebe. Die Haushaltslage bestimmte die Stückzahl der Fertigung. Exakte Lieferpläne gaben das Tempo der Taktstraßen vor. Damit einher gingen vom RLM zugeteilte Werknummernblöcke, die jede einzelne der weit über 100 000 bis April 1945 gebauten Zellen identifizierte. Im Verlauf des Krieges wurden die Lieferpläne immer wieder über den Haufen geworfen und nach unten korrigiert, um für die Reichsverteidigung erhöhte Stückzahlen der Jäger Bf 109 und Fw 190 zu ermöglichen. Das Chaos der letzten Kriegsmonate und verloren gegangene Dokumente machen es in vielen Fällen unmöglich, genaue Zahlen zu ermitteln. Die Daten hier addieren sich aus nachweisbaren Werknummern der V-Muster, Luftwaffenübernahmen, Exporten und Produktionsverlusten durch Bombenangriffe.



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