09.08.2016
Erschienen in: 09/ 2013 FLUG REVUE

Einstieg ins JetzeitalterBritischer Bestseller: de Havilland Vampire

Vor mehr als 70 Jahren startete die Vampire zu ihrem Erstflug. Aufgrund ihrer Einfachheit ermöglichte sie vielen Ländern, in die Jet-Liga aufzusteigen. Mehr als 3300 Exemplare wurden gebaut.

Nur um knapp sechs Monate verpasste die de Havilland Vampire die Ehre, das erste britische strahlgetriebene Jagdflugzeug zu werden. Die Gloster Meteor genoss höhere Priorität und ging schon im Juli 1944 in den Kriegseinsatz. De Havilland setzte bei seiner Düsenjetpremiere auf das Triebwerk H 1A. Frank Bernard Halford hatte es in Konkurrenz zum Entwurf von Frank Whittle konstruiert. Dessen W 2 sollte die Meteor antreiben, das Triebwerk litt aber unter Zuverlässigkeitsproblemen. Daher flog das H 1A zuerst im zweiten Prototyp der Meteor. Erst am 20. September 1943 startete Geoffrey de Havilland Junior mit dem Prototyp der Vampire (Kennung LZ548/G) von der Piste in Hatfield zum Erstflug.

Da andere Flugzeuge Vorrang hatten, waren vom Beginn der detaillierten Entwick-lung bis zum Jungfernflug damals ungewöhnlich lange 16 Monate vergangen. Die Spezifikation E.6/41 hatte einen knapp 790 km/h schnellen Jet mit einer Bewaffnung von vier 20-mm-Kanonen gefordert. Pilot, Bewaffnung und Triebwerk sollten in einer kompakten Gondel untergebracht werden. Auf diese Weise wollten die Ingenieure so wenig Schub wie möglich verlieren. Lange Schubrohre hätten die ohnehin nicht besonders leistungsstarken Aggregate geschwächt. Um das Gewicht zu reduzieren, entschied sich de Havilland, in der Cockpitsektion Balsa- und Sperrholz anzuwenden. Der Rest der Zelle bestand aus Metall. Hinter dem Führerraum war die ebenfalls von de Havilland gebaute Strahlturbine Goblin 1 (Serienversion des H 1A) untergebracht. Das Höhenleitwerk fand zwischen zwei Heckauslegern Platz.


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Patrick Hoeveler


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