02.02.2017
Erschienen in: 06/ 2012 Klassiker der Luftfahrt

Britischer ÜberschalljägerEnglish Electric Lightning

In den 1950er Jahren entwickelte English Electric den ersten britischen Überschalljäger, der in Serie ging. Die vom Versuchsmuster P.1 abgeleitete English Electric Lightning war zugleich der letzte Fighter Großbritanniens, der nicht in internationaler Zusammenarbeit entstand. Er blieb trotz mancher Mängel noch bis 1987 im Dienst.

Nach dem Zweiten Weltkrieg brachten die neuen Strahltriebwerke rasche Fortschritte bei der Entwicklung neuer Kampfflugzeuge. Die britischen Firmen setzten dabei eher auf konservative Entwürfe, aber der erste Überschallflug der amerikanischen Bell X-1 im Oktober 1947 zeigte, dass größere Anstrengungen notwendig waren, um international mitzuhalten. Das Ministry of Supply gab daher nach Konsultationen mit der Industrie die Spezifikation E.R. 103 (Experimental Requirement) für die Entwicklung eines Überschall-Forschungsflugzeugs heraus. Neben Fairey mit seiner kleinen F.D.2 mit Deltaflügeln erhielt auch English Electric mit seiner P.1 einen Auftrag.

W. E. W. „Teddy“ Peter, der berühmte Chefkonstrukteur des Unternehmens (der auch die Canberra entwickelt hatte) beschäftigte sich bereits seit 1946 mit Konzepten für einen neuen, Mach 1.5 schnellen Überschalljäger. Der Vorschlag der Entwicklungsabteilung in Warton setzte auf dünne, extrem stark gepfeilte Flügel und ein konventionelles Höhenleitwerk, was bessere Steuerbarkeit versprach. Um die Frontfläche und damit den Widerstand klein zu halten, wurden die beiden Triebwerke im Rumpf übereinander angeordnet.


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