10.08.2017
Erschienen in: 06/ 2012 Klassiker der Luftfahrt

Britischer Überschalljäger (Teil 8) Das Ende der Lightning

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Die Entwicklung der Lightning begann mit dem Versuchsmuster P.1A. Eine der beiden gebauten Maschinen (WG760) steht heute im RAF Museum in Cosford. Sie war erstes britisches Flugzeug schneller als Mach 1. Foto und Copyright: Schwarz  

 

Das von vielen erwartete Ende ließ aber immer noch zehn Jahre auf sich warten. In dieser Zeit führte British Aerospace verschiedene Reparaturprogramme durch, um die Lebensdauer der F.6 zu verlängern oder aufgetretene Schwachstellen wie beispielsweise am Leitwerk zu beseitigen. Während die Lightnings in Kuwait bereits 1977 außer Dienst gingen, flogen sie in Saudi-Arabien bis Dezember 1985. Ein Teil der Flotte wurde im Rahmen des Al-Yamamah-Rüstungsdeals dann von BAe zurückgekauft und nach Großbritannien zurückgeflogen. Bei der Royal Air Force hatten zuletzt die beiden in Binbrook stationierten No. 5 und No. 11 Squadron die Lightning im Einsatz. Die No. 5 wurde im Oktober 1987 aufgelöst, die No. 11 im April 1988. Zuvor hatten deren Piloten noch einmal die Möglichkeit, aus dem Vollen zu schöpfen und den Abfangjäger ohne Rücksicht auf Lebensdauerzyklen im Luftkampftraining bis an die Grenzen zu fordern.

Eine weitere Aufgabe zum Ende der RAF-Nutzung war die Zieldarstellung für die Radarentwicklung der Abfangjägerversion Tornado ADV. Diese wurde mit sechs F.6 anschließend bei BAe in Warton fortgesetzt, wohin man die Flugzeuge abgegeben hatte. Dort sollten sie noch zwei Jahre geflogen werden, aber aufgrund von Verzögerungen im Foxhunter-Testprogramm wurden daraus letztlich fünf. Aber selbst das war noch nicht das Ende. Der südafrikanische Sammler Mike Beachy Head kaufte nämlich zwei T.5 und zwei T.6, um sie mit seiner Firma Thunder City im südafrikanischen Kapstadt für Mitflüge der besonderen Art zu vermarkten. Seit einem Absturz im November 2009, bei dem der Pilot ums Leben kam, sind die Flugzeuge aber gegroundet.


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