01.12.2016
Klassiker der Luftfahrt

Boultbee Flight AcademyPilot mit Prothese fliegt Spitfire

Zum ersten Mal seit dem britischen Fliegerass Douglas Bader, ist wieder ein Pilot mit Prothese eine Supermarine Spitfire geflogen. Alan Robinson, der sein rechtes Bein bei einem Motorradunfall verlor, flog den Jäger bei der Boultbee Flight Academy.

Alan Robinson_Spitfire

Alan Robinson ist der erste Pilot mit Prothese der eine Spitfire fliegt. Foto und Copyright: Boultbee Flight Academy  

 

Nach zwei Jahren Training hat es Sergeant Alan Robinson geschafft. Der Fluggerätmechaniker der Royal Air Force hat sein Spitfire-Training mit einem erfolgreichen Soloflug gekrönt. Das Besondere daran ist, dass Robinson eine Beinprothese trägt. Damit ist er der erste Pilot mit einer Prothese, der seit den Fliegerassen Douglas Bader und Colin "Hoppy" Hodgkinson dieses Ziel erreicht hat. Ermöglicht wurde Robinson dies durch ein durch Prinz Harry unterstütztes Förderprogramm und die Boultbee Flight Academy. 

Prinz Harry unterstützt verwundete Soldaten

Prinz Harry Spitfire

Prinz Harry zusammen mit den Mitarbeitern der Boultbee Flight Academy. Foto und Copyright: Boultbee Flight Academy  

 

Der Royal Foundation´s Endeavour Fund (RFEF) setzt sich seit 2012 für verwundete und beeinträchtige Soldaten und deren Genesung ein.

Alan Robinson, der sein rechtes Bein durch einen Motorradunfall verlor, wurde 2014 in das Programm aufgenommen. Für ihn begann damit ein neuer Lebensabschnitt, denn nach seinem Unfall dachte er, dass sein lang gehegter Traum Pilot zu werden geplatzt sei.

"Vor etwas mehr als fünf Jahren erwachte ich in einem Krankenhausbett und musste feststellen, dass mir ein Bein fehlte. Die einfachen Dinge, die man sonst für selbstverständlich genommen hatte, wurden plötzlich die größten Herausforderungen. Laufen zum Beispiel. Ich war sicher, dass ich nie wieder ein Motorrad fahren könnte und das der Traum zu fliegen endgültig ausgeträumt wäre. Ich hatte Angst, dass mich diese Gedanken mein Leben lang verfolgen würde." berichtet Robinson.

Diese Gedanken wandelte er jedoch in positive Energie um, und begann sich zurück ins Leben zu arbeiten. Da passte es gut, dass das Spitfire-Stipendium (The Spitfire Scholarship) der Boultbee Flight Academy und RFEF für genau solche Fälle eine Lösung anbietet. Robinson wurde aufgenommen und seine Ausbildung zum Privatpiloten begann.

Jetzt nach zwei Jahren und gerade einmal 150 Flugstunden ist es geschafft. Robinson konnte sich nicht nur seinen Traum von Fliegen erfülle,n sondern hat sogar noch einen draufgesetzt. Er fliegt den wohl bekanntesten Jäger des Zweiten Weltkriegs. 

Wie geht es jetzt für Robinson weiter? Er möchte natürlich noch mehr fliegen, und möchte als Botschafter für das Programm auftreten. Damit möchte er Menschen die einen ähnlichen Schicksalsschlag wie er erfahren mussten Mut machen weiter an ihren Träumen und Zielen zu arbeiten. Dazu möchte er auch die Spitfire nutzen, das Flugzeug, welches seinen Landsleuten für über 80 Jahren schon einmal die Kraft gegeben hat, nicht aufzugeben. 



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