11.02.2016
Erschienen in: 01/ 2014 Klassiker der Luftfahrt

Kein Ende in Sicht für die BomberlegendeBoeing B-52 Stratofortress: Dino im Einsatz

Dank mehrerer Verbesserungen soll der dienstälteste Bomber der US Air Force noch bis 2040 im Einsatz bleiben. Die B-52 kann die modernsten Waffen der Air Force einsetzen.

Boeing B-52H Landung Nellis Hoeveler

Boeing B-52H Stratofortress bei der Landung in Nellis. Foto und Copyright: Patrick Hoeveler  

 

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Am 15. April 1952 war die Boeing B-52 Stratofortress zu ihrem Erstflug gestartet. Nur wenige Jahre später stieß der Bomber in großer Zahl zum Strategic Air Command der US Air Force (SAC). Ein B-52-Geschwader des SAC besaß damals 45 Flugzeuge, um die Hälfte mehr als ein B-36-Verband. In der Regel waren die Einheiten aus Gründen der Sicherheit vor möglichen Atomangriffen auf je drei Basen verteilt, wobei zwei als ausgelagerte Satellitenstützpunkte dienten und die sogenannten Strategic Wings beheimateten. Rund 40 Prozent aller strategischen Bomber befanden sich Anfang der 60er Jahre in ständiger Bereitschaft und mussten innerhalb von 15 Minuten in der Luft sein. Diese Vorkehrung endete erst 1991 mit der Gründung des Air Combat Command.

In der Hochzeit des Kalten Kriegs kamen die sogenannten „Airborne Alert“-Missionen mit vier Nuklearwaffen an Bord hinzu, bei denen zu jeder Zeit einige bewaffnete B-52 in der Luft patrouillierten. Während der Kuba-Krise 1962 flogen die Maschinen durchschnittlich 70 Einsätze pro Tag. Abstürze mit radioaktiver Verseuchung über Spanien 1966 und Grönland 1968 beendeten diese Einsätze.
Zu diesem Zeitpunkt waren bereits alle 742 Serienmaschinen ausgeliefert. Die letzte Stratofortress, eine B-52H, verließ am 22. Juni 1962 die Endmontage in Wichita. Boeing baute ihr Flaggschiff in acht Versionen. Die B-52D und B-52F waren dabei für konventionelle Einsätze ausgelegt und kamen auch in Südostasien zum Einsatz. Die letzten beiden Varianten waren die B-52G und B-52H, die sich an ihrem kürzeren Seitenleitwerk erkennen lassen.

Im Laufe ihrer langen Karriere hat die Stratofortress viele Modernisierungen und Bewaffnungsarten erlebt. So erhöhte die so genannte Big-Belly-Modifizierung Mitte der 60er Jahre die konventionelle Ladung von 27 auf 84 Mk.-82-Bomben, die im 8,5 mal 1,8 Meter großen Bombenschacht mitgeführt werden konnten. Bereits ab Dezember 1959 stellte das SAC die North American AGM-28 Hound Dog in Dienst, von der die B-52 zwei Einheiten unter den Flügeln mitführte. Der Mach 2.1 schnelle Flugkörper wog betankt 4,6 Tonnen und war fast 13 Meter lang, damit nur drei Meter kürzer als ein Starfighter. Er besaß einen Nuklearsprengkopf und hatte eine Reichweite von 370 Kilometern in geringer Höhe.


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