14.07.2017
Erschienen in: 01/ 2014 Klassiker der Luftfahrt

Kein Ende in Sicht für die Bomberlegende (Teil 2) Modernste Waffen für den Oldie

B-52H CONECT Barksdale 2014

Die erste B-52H mit CONECT-Ausrüstung wurde nach Barksdale geliefert (Foto: USAF)  

 

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Nach dem Ende der leistungsfähigeren Skybolt-Rakete 1962 folgte die Boeing AGM-69 SRAM (Short Range Attack Missile). Sie wurde ab März 1972 ausgeliefert. Der Flugköper war kleiner und nur für die B-52G/H geeignet, die 20 Stück tragen konnten. Die Reichweite betrug maximal 160 Kilometer. Die USAF stellte das System im Jahr 1990, bedingt durch die mangelnde Zuverlässigkeit der Sprengköpfe, außer Dienst.

Heute ist die B-52H ein unverzichtbarer Teil der amerikanischen Bomberflotte und als schwerer Langstreckenbomber mit einer Reihe von konventionellen Aufgaben im Einsatz. Dazu gehören Abriegelung des Gefechtsfelds, offensive Bombardements und auch Seeüberwachung, Minenlegen und Anti-Schiffs-Operationen für die US Navy. Nachdem seit 1993 die zunächst für die B-52G gebauten Kits für den Einsatz von konventioneller Bewaffnung in die B-52H transferiert wurden, ist die letzte gebaute Stratofortress-Variante der flexibelste Bomber der USAF. Im Rumpf und an zwei Lastenträgern unter dem Innenflügel kann eine Vielzahl von Waffen mitgeführt werden, darunter die nuklearen Marschflugkörper AGM-86B und AGM-129A (Advanced Cruise Missile), die Freifall-Nuklearbomben B-53, B-83 und B-61, der AGM-86C-Marschflugkörper mit konventionellem Gefechtskopf, die Harpoon Anti-Schiffs-Lenkwaffe sowie die AGM-142 Have Nap, eine Luft-Boden-Lenkwaffe mit TV-Sensor. Ebenso zum Arsenal gehören Bomben aller Kaliber, von der 227 Kilogramm schweren Mk 82 bis zur Mk 84 mit 907 Kilogramm, sowie Streubombenbehälter und Minen. Hinzu kommt die Integration konventioneller Präzisionsmunition wie der AGM-130, der JDAM (Joint Direct Attack Munition), der JSOW (Joint Stand-off Wea-pon), des Wind Corrected Munition Dispenser (WCMD) und der JASSM (Joint Air-to-Surface Stand-off Missile). Auch die Elekt-ronik unterliegt ständigen Verbesserungen. An der Nase befinden sich etwa die Sensoren des Electro-Optical Viewing System EVS AN/ASQ-151 für den Nachttiefflug.


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