05.01.2017
Erschienen in: 07/ 2016 FLUG REVUE

Boeing 314Atlantik-Königin

Vor dem Zweiten Weltkrieg verbreiteten Boeings Flugboote Glamour und Luxus auf den sehr exklusiven Linienflügen über den Atlantik. Der Krieg verhinderte die zivile Karriere der Boeing 314 Clipper.

IN DIESEM ARTIKEL

Vor über 70 Jahren flogen die großen Short-Flugboote bereits über den Atlantik. Zwar nicht nonstop, aber die Briten hatten dadurch schon Erfahrung mit Transatlantikflügen und waren den amerikanischen Airlines einige Schritte voraus. Auf der anderen Seite des „Großen Teichs“ bediente die Pan American World Airways (PAA) zwar Strecken im Pazifik, für Verbindungen in Richtung Europa fehlten aber noch geeignete Maschinen.

Die Reichweite der bereits erwähnten Short-Flugboote und der verfügbaren Landflugzeuge reichte PAA nicht aus. Entwürfe von Sikorsky und Consolidated wurden aufgrund der geringen Nutzlast von der Fluglinie abgelehnt. PAA stellte Anforderungen, die es in sich hatten: der Transport von 4500 Kilogramm Nutzlast über eine Entfernung von 4450 Kilometern bei 55 km/h Gegenwind, eine Reisegeschwindigkeit von 275 Stundenkilometern in 3050 Metern Höhe, Wartungsfreundlichkeit, bis dato ungekanntes Platzangebot und Komfort für die Passagiere sowie außergewöhnliche Flugsicherheit durch den Einsatz neuester Materialen und Bordgeräte.

Die Boeing Aircraft Company versprach, mit ihrem Entwurf den Wünschen der damals größten Fluglinie der USA gerecht zu werden. Als Antriebe für die Flugboote mit einer maximalen Abflugmasse von 36 290 Kilogramm sollten vier der damals in der Erprobung befindlichen GR-2600-14-Zylinder-Sternmotoren aus dem Hause Wright genutzt werden. PAA bestellte am 21. Juli 1936 sechs der nun als Clipper bezeichneten Transozean-Flugboote. Die Clipper waren die letzten Boeings, die teilweise in der legendären Halle 1 gefertigt wurden. Aufgrund ihrer Größe mussten die Maschinen unter freiem Himmel endmontiert werden. Nach dem Stapellauf am Duwamish River wurden sie an Barken befestigt und mittels Schleppern zum Testgelände in der Nähe der Schiffswerften an der Elliott Bay befördert. Dieses Manöver zog jedes Mal viele Zuschauer an.


WEITER ZU SEITE 2: Erstflug mit Serienmuster

1 | 2 | 3 |     
Mehr Infos zu:
Mehr zum Thema:
Prinzing


Weitere interessante Inhalte
EAA AirVenture 2017 Zwei B-29 Superfortress in Oshkosh

27.03.2017 - Weltpremiere auf dem AirVenture 2017: Die EAA verkündete am vergangenen Wochenende, dass zwei Boeing B-29 Superfortress zum größten Fliegertreffen der Welt in Oshkosh kommen. Zwischen dem 24. und 30. … weiter

Fotodokumente Erfolgsgeschichte Boeing – Die frühen Jahre

23.03.2017 - Viele Menschen auf der ganzen Welt haben schon mal in einer Boeing gesessen und sind mit ihr in den Urlaub geflogen. In diesem Jahr feiert der Flugzeughersteller aus Seattle seinen 100. Geburtstag. … weiter

Fotodokumente Vom Entwurf zum Produkt – Flugzeuge im Vergleich

17.03.2017 - Möglichst spektakulär wollen die Illustrationen die neuen Projekte ihrer Firmen darstellen. Oft unterscheiden sich die Bilder dann deutlich vom fertigen Produkt, weil die Detailkonstruktion andere … weiter

California Dreaming Lyon Air Museum

16.03.2017 - „The Greatest Generation in aviation History“ – die großartigste Generation der Luftfahrt. So titelt das Lyon Air Museum auf seiner Website. Absolut zu Recht, denn in der klimatisierten Halle am … weiter

Drei ist Trumpf Die Boeing 727 bei der Lufthansa

15.03.2017 - Vor mehr als 50 Jahren startete die erste Boeing 727 zu ihrem Jungfernflug. Gut ein Jahr zuvor, im Jahr 1962, bewies die Lufthansa ein gutes Gespür für den Erfolg des neuen, dreistrahligen Konzepts. … weiter


  • Hersteller

    Lade...

  • Typ

    Bitte Hersteller auswählen!

In Kooperation mit
Klassiker der Luftfahrt 04/2017

Klassiker der Luftfahrt
04/2017
10.04.2017

Abonnements
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


Focke-Wulf Fw 190
Mitsubishi J8M
Cessna O-1 Bird Dog
RAF-Museum
Douglas A-26 Invader
Junkers K 30
Lend-Lease für die Sowjetunion
Albatros Flugzeugwerke
Modellträger