30.03.2017
Klassiker der Luftfahrt

Vom Trägerflugzeug zum Stolz der Royal Air Force (Teil 4) Zweiter Frühling bei der RAF

Zur gleichen Zeit beendete die britische Regierung das TSR.2-Programm und konzentrierte sich auf die F-111K als neuen Jagdbomber. Das US-Produkt hatte indes nicht mehr Glück und wurde im Januar 1968 aufgegeben. Stattdessen kaufte die Royal Air Force 26 neue Buccaneer S. Mk 2B mit größeren Tanks und einer Bewaffnung mit Martel-Lenkwaffen. Von der Navy übernommene Maschinen ohne Martel-Kompatibilität erhielten die Bezeichnung S. Mk 2A. Die RAF übernahm am 1. Januar 1969 mit der XV350 in Honington ihren ersten Freibeuter. Ab Januar 1971 flog das Muster mit No. 15 Squadron in RAF Laarbruch, um die Canberra in der QRA-Bereitschaft zu ersetzen. Die letzte Maschine lieferte Hawker Siddeley, die Blackburn übernommen hatten, am 6. Oktober 1977 aus. Ende 1978 ging auch die Karriere bei der britischen Marine zu Ende, als der letzte Träger für konventionelle Flugzeuge in den Ruhestand ging. Die verbliebenen Jets gingen an die RAF.

Später bekam der Bomber im Pave-Spike-Programm eine neue Rolle als Zielbeleuchter für laser-gesteuerte Waffen. In dieser Mission flogen zwölf Maschinen im Golfkrieg 226 Einsätze ohne Verluste und technische Ausfälle. Erst am 31. März 1994 stellte die RAF das ehemalige Trägerflugzeug, von dem insgesamt 209 Exemplare, darunter 40 S. Mk 1, gebaut wurden, außer Dienst. Einziger Exportkunde war Südafrika mit 16 Maschinen der Version S. Mk 50.

FLUG REVUE Ausgabe 10/2002


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Patrick Hoeveler


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