30.03.2017
Klassiker der Luftfahrt

Vom Trägerflugzeug zum Stolz der Royal Air Force (Teil 2) Erstflug unter strenger Geheimhaltung

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Blackburn NA 39, die allererste Buccaneer. Foto: KL-Dokumentation  

 

Als Triebwerke sollten zunächst zwei je 48,92 kN starke Armstrong Siddeley Sapphire Sa.7 dienen, die sich aber als zu schwer erwiesen. Daher wählten die Techniker im Jahr 1954 das Bristol Siddely Gyron Junior Mk 101 mit einer Leistung von 35,58 kN. Weitsicht bewiesen die Konstrukteure, indem sie die Maschine von Anfang an auf Luftbetankungseinsätze ausgelegten. Der einfahrbare Stutzen wich allerdings bald einer fester Sonde vor dem Cockpit. Die spätere Buccaneer diente im Laufe ihrer Karriere auch als Tanker sowie als Aufklärer mit sechs Kameras im Bombenschacht.

Im Sommer 1954 stellte Blackburn den endgültigen Entwurf fertig. Im Juli des folgenden Jahres gab die britische Regierung 20 Vorserienexemplare in Auftrag, die in Brough gebaut wurden. Von dort aus transportierte man den mit Planen getarnten Prototypen XK486 im März 1958 zur Flugerprobung nach RAE Bedford. Dort fand am 30. April 1958 der Erstflug mit Derek Whitehead am Steuer statt. Die weiteren Tests führte Blackburn auf der ehemaligen Bomberbasis Holme on Spalding Moor durch. Der zweite Prototyp XK487 diente dabei zu grundlegenden Flugtests, der dritte (XK488) war für die Triebwerkserprobung vorgesehen. Erst die vierte Maschine besaß Klappflügel und Fanghaken, um Katapultstarts und Fanglandungen auf einem nachgebildeten Trägerdeck in Bedford durchzuführen. Der Erstflug erfolgte am 31. Januar 1959. Wenig später absolvierte Whitehead die erste Decklandung auf der HMS Victorious mit der XK523.


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Patrick Hoeveler


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