26.01.2017
Klassiker der Luftfahrt

Bessie ColemanGoogle Doodle ehrt Pionierin

Bessie Coleman war die erste Afroamerikanerin mit Pilotenschein und die erste Frau mit einem internationalen Pilotenschein. Google gedenkt zu ihrem Geburtstag, der tragisch verunglückten, "Brave Bessie" heute mit einem Doodle auf seiner Startseite.

Bessie Coleman

Das heutige Google Doodle ehrt die Fliegerin Bessie Coleman. Foto und Copyright: Google  

 

Als Bessie Coleman am 26.01.1892 in Atlanta/Texas geboren wurde, ahnte niemand, dass sie die erste Frau mit einem internationalen Pilotenschein und die erste Afroamerikanerin mit Pilotenschein werden würde.

Während des Ersten Weltkriegs hörte sie die vielen Geschichten der von der Front zurückgekehrten Piloten und malte sich aus, wie es sei, selbst Pilotin zu sein. Zu dieser Zeit noch sehr utopisch. In den USA wurde sie als Schwarze von keiner Flugschule angenommen und so entschied sie sich nach Frankreich zu gehen, denn dort waren Frauen bereits ausgebildet worden. Sie belegte Französischkurse und reiste schließlich am 20. November 1920 nach Frankreich, um sich dort ausbilden zu lassen. Die Ausbildung dauerte rund ein Jahr. 

Nach ihrer Rückkehr in die USA wurde sie zu einer gefragten Interviewpartnerin und erfuhr in den folgenden Jahren erfuhr sie viel Anerkennung sowohl von Schwarzen als auch von Weißen. Bessie wurde zur Vorkämpfering für Minderheitenrechte.

1922 folgte der internationale Pilotenschein. 

Tragischer Unfall

Am 20. April 1926 bereite sich Bessie, die inzwischen auf vielen Flugschauen zu sehen war, auf einen neuen Auftritt vor und flog in Jacksonville zusammen mit ihrem PR-Agenten und Mechaniker William Willis über das Veranstaltungsgelände, um nach einem geeigneten Ort für einen gelanten Fallschirmabsprung zu suchen. Um besser sehen zu können, hatte Bessie ihren Sicherheitsgurt nicht angelegt und auch keinen Fallschirm dabei.  Aus einem Sturzflug schaffte Willis es nicht mehr die Maschine abzufangen und geriet ins Trudeln. Coleman fiel in 150 Metern Höhe aus dem Cockpit und stürzte in den Tod. Willis starb, als das Flugzeug aufschlug und in Flammen aufging. Grund für den Defekt war vermutlich ein vergessener Schraubenschlüssel, der im Flug in die Steuermechnik gerutscht war und sie verklemmt hatte.



Weitere interessante Inhalte
Luftschiff LZ 129 Die letzte Station der Hindenburg

27.04.2017 - Vor 80 Jahren, am 3. Mai 1937, war die "Hindenburg" über ihrer letzten Station vor dem schicksalhaften Flug in die USA. Über dem Kölner Flughafen Butzweilerhof war sie am späten Abend Postsäcke ab. … weiter

Fotodokumente 1966: Farnborough wird international

27.04.2017 - Historische Bilder der Luftfahrtschau im britischen Farnborough aus dem Jahr 1966 — die 25. Ausgabe der Traditionsmesse war zudem ein Debüt: Zum ersten Mal präsentierten sich auch ausländische … weiter

Bestseller ohne Chance Fiat CR.42 Falco

27.04.2017 - Eigentlich gab es in Italien in den späten 30er Jahren schon wesentlich modernere Jagdflugzeuge. Dennoch ließ die Regierung noch einmal einen Jagd-Doppeldecker entwickeln. Tatsächlich wurde die Fiat … weiter

Zweimotorige Weiterentwicklung der Do 27 Dornier Do 28

27.04.2017 - Dornier versuchte mit der zweimotorigen Do 28 A/B an den Erfolg der Do 27 anzuknüpfen. Das robuste, aber teure Flugzeug bot wiederum herausragende Kurzstarteigenschaften. Doch der große Erfolg auf dem … weiter

Die älteste fliegende Taifun Bf 108 Taifun in Traditionsfarben

26.04.2017 - Sie besticht noch immer durch ihre elegante Erscheinung und ihr grandioses Flugverhalten: die BFW (Messerschmitt) Bf 108. Eine Haltergemeinschaft in Reichelsheim hat den seltenen Klassiker in Dänemark … weiter


  • Hersteller

    Lade...

  • Typ

    Bitte Hersteller auswählen!

In Kooperation mit
Klassiker der Luftfahrt 04/2017

Klassiker der Luftfahrt
04/2017
10.04.2017

Abonnements
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


Focke-Wulf Fw 190
Mitsubishi J8M
Cessna O-1 Bird Dog
RAF-Museum
Douglas A-26 Invader
Junkers K 30
Lend-Lease für die Sowjetunion
Albatros Flugzeugwerke
Modellträger