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Streit um Fockes Windkanal eskaliert

Vor 14 Jahren stieß Kai Steffen in Bremen auf das verfallene Fluglabor von Henrich Focke. Der Focke-Windkanal e.V. wurde gegründet und das Labor bis 2005 aufwendig saniert. Als Gegenleistung sagte die Tochter des 1979 verstorbenen Focke dem Verein die kostenlose Nutzung des Niedergeschwindigkeitswindkanals bis 2025 zu. Nun hat sie den Nutzungsvertrag fristlos gekündigt.

Damit steht Fockes mühsam vor dem Verfall gerettetes Labor erneut vor einer ungewissen Zukunft. Der Verein hält die Kündigung für unbegründet, will aber zunächst die weiteren Schritte der Eigentümerin abwarten. Grund für das Zerwürfnis ist ein Streit um die Einnahmen aus der geplanten kommerziellen Nutzung des restaurierten Windkanals.

Für Unterhalt, Wartungsarbeiten, Führungen und Schulprojekte war der Verein bisher auf Spenden angewiesen. Die Messreihen einer Windenergiefirma sollten der Finanznot Abhilfe schaffen. Wie der Verein auf seiner Webseite beklagt, beanspruchte Fockes Tochter diese Einnahmen nach der Fertigstellung des Windkanals jedoch für sich und schaltete ihre Anwältin ein. Seither verkehren sie und der Verein nur noch per Einschreiben miteinander.

Die Bilderstrecke zeigt Fockes Fluglabor vor und nach der Restaurierung durch den Focke-Windkanal e.V.

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JR 02.04.2012



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