Bild der Woche: Roll-out der ersten Boeing 707 für die Lufthansa
Die Lufthansa gehörte zu den ersten Kunden für die Boeing 707. Das erste Exemplar für den damaligen deutschen Flag Carrier feierte am 18. November 1959 ihr Roll-out.
Die erste Boeing 707 für die Lufthansa (Werknummer 17718/90) feierte vor 50 Jahren am Boeing-Standort Seattle im US-Bundesstaat Washington ihr Roll-out. Sie trug bereits bei diesem Ereignis das deutsche Kennzeichen D-ABOB und kein amerikanisches Testkennzeichen. Sie startete im Dezember zum Erstflug und wurde noch vor Jahresende 1959 an die Lufthansa übergeben. Sie war mit vier Triebwerken vom Typ Rolls-Royce Conway ausgerüstet.
Die Lufthansa stationierte ihre erste 707 bis zum 28. Februar 1960 in Phoenix, Arizona, wo Lufthansa-Piloten ihr Training für das Muster absolvierten. Damals war der Einsatz von Simulatoren für eine Mustereinweisung unüblich. Stattdessen wurde auf dem echten Flugzeug trainiert.
Am 1. März 1959 überführte eine Lufthansa-Crew unter der Führung der Flugkapitäne Rudolf Mayr und Werner Utter die D-ABOB nach Hamburg, wo sie am 2. März landete. Dort wurde das Flugzeug auf den Namen der Hansestadt getauft und wenig später in den Dienst gestellt.
Die Lufthansa betrieb insgesamt 23 Boeing 707 und acht Boeing 720. Die D-ABOB flog am 27. September 1976 ihren letzten Umlauf für die Lufthansa. Im Januar 1977 wurde sie nach dem Verkauf an die jemenitische Pearl Air teilweise umlackiert und flog mit dem Kennzeichen 9Q-CRT. Allerdings war sie bei der Gesellschaft nicht lange im Dienst: Sie wurde bei einem Landeunfall in Sanaa im Jemen am 9. August 1977 so schwer beschädigt, dass sich eine Reparatur nicht mehr lohnte. Sie wurde im nächsten Jahr vor Ort abgewrackt.
VKT 24.12.2012
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