Bild der Woche: North American YF-93A
Ursprünglich sollte die YF-93A eine Langstreckenvariante der F-86A Sabre werden. Zunächst wurde sie deshalb als F-86C bezeichnet. Doch dann blieb bei der Entwicklung des neuen Flugzeugs kaum noch etwas von dem Basismuster übrig und es wurde zur YF-93A.
Im Jahr 1947 begann North American mit ersten Studien für den neuen Langstrecken-Begleitjäger. Um die angestrebte Verdoppelung der Reichweite gegenüber der F-86A realisieren zu können, musste es wesentlich größer und schwerer werden. Der Prototyp brachte dann auch gut 6,3 Tonnen auf die Waage. Die Flügelfläche musste gegenüber der F-86A wesentlich vergrößert werden und das neue Flugzeug erhielt das stärkere Pratt & Whitney J48. Der Rumpf wurde nach der sogenannten Flächenregel etwas tailliert. Augenfällig waren die Lufteinlässe beidseits des Cockpits. Der erste von zwei Ende 1947 georderten Prototypen erhielt dabei NACA-, der zweite konventionellere Lufteinlässe. In die Rumpfspitze sollten sechs 20-mm-Kanonen montiert werden.
Die beiden unbewaffneten Prototypen gingen 1950 in die Flugerprobung. Zu diesem Zeitpunkt war allerdings bereits klar, dass es nicht zu einem Serienbau kommen würde. Die Verantwortlichen Militärs gingen davon aus, dass der neue hochfliegende und schnelle Strahlbomber Boeing B-47 keine Begleitjäger benötigen würde. Dennoch zeigten die YF-93A gute Testergebnisse. Ihre Höchstgeschwindigkeit betrug 1132 km/h, Ihre Dienstgipfelhöhe über 14000 Meter und sie hatten 3200 Kilometer Reichweite. Nach den ersten Tests wurden die beiden Flugzeuge dem National Advisory Committee for Aeronautics (NACA, später NASA) überstellt. Dort flogen sie bis 1956 und wurden anschließend verschrottet.
hm 27.08.2012
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