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Bild der Woche: Blohm & Voss Ha 137

Blohm & Voss Ha 137

Mit der Ha 137 trat Blohm & Voss 1935 im Wettbewerb um einen Sturzkampfbomber für die Luftwaffe an. Ihre Konkurrenten waren Heinkels He 118, die Arado Ar 81 und die spätere Siegerin Junkers Ju 87.

Für die Konstruktion der Ha 137 zeichnete Richard Vogt verantwortlich, der vor seinem Antritt als Entwicklungschef des Hamburger Flugzeugbaus von Blohm & Voss zehn Jahre bei Kawasaki im japanischen Kobe gearbeitet hatte. Vogt griff für die Auslegung des Sturzkampfbombers auf Prinzipien des Versuchsjägers Ki-5 zurück, der seine letzte Arbeit für Kawasaki war: Ganzmetallbauweise, Knickflügel und ein festes, fast vollständig verkleidetes Fahrwerk. Vogt-typisch war der Rohrholm des 11,15 m spannenden Ha-137-Flügels. Sein stählernes Mittelstück diente zugleich als Tank. Am 13. Mai 1935 startete der erste Prototyp zum Jungfernflug. Er war, wie auch die kurz darauf folgende Ha 137 V2, mit einem BMW 132 ausgerüstet. Der dritte Prototyp flog mit einem stärkeren Rolls-Royce Kestrel. Die Prototypen V4 bis V6 erhielten dann den Junkers Jumo 210 Aa, der bis zu 610 PS Leistung abgab.

Die Flugeigenschaften der Ha 137 wurden von den Testpiloten als sehr gut beurteilt. Das Flugzeug konnte jedoch nur vier 50-kg-Bomben tragen. Die sonstige Bewaffnung bestand aus vier MG 17, die über dem Motor und in den Flügelknicken montiert waren. Wahlweise sollten anstelle der MG 17 in den Flügeln auch 20-mm-Kanonen vom Typ MG FF eingebaut werden können. Insgesamt wurden nur sieben Ha 137 gebaut. Die HA 137 V4 auf unserem Bild der Woche flog nach ihrer Erprobung noch lange bei der Luftwaffe als Erprobungsträger. Unter anderem wurde sie für die Tests der Bordrakete RZ 65 von Rheinmetall-Borsig verwendet.

hm 01.10.2012



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