04.04.2016
Klassiker der Luftfahrt

Bild der Woche KW 14/2016Westland Lysander

Am 15. Juni 1936 hob der Prototyp des britischen Verbindungsflugzeugs Westland Lysander erstmals ab. Im Cockpit saß Testpilot Harald Penrose. Bereits drei Monate später folgte der erste Auftrag für die Serienfertigung.

Westland Lysander

Vier Westland Lysander während eines Formationsflugs. Foto und Copyright: KL-Dokumentation  

 

Der Lysander kann getrost als das britische Pendant zum Fieseler Storch bezeichnet werden. Wie der Fieseler war auch die Westland ein Hochdecker, verfügte über großzügig ausgelegte Auftriebshilfen, hatte beste kurze Start- und Landestrecken und ein starres Fahrtwerk.  Der größte Unterschied jedoch war, dass bereits die Mk.I Version größer, besser motorisiert und stärker bewaffnet war. 

All diese Vorteile vergrößerten auch das Einsatzspektrum gegenüber dem deutschen Gegenstück. Neben den Beobachtungs- und Verbindungsaufgaben wurde die Maschinen auch als Zielschlepper, Schleppflugzeug für Segelflieger, Seenotrettungsflugzeug und sogar für Kampfeinsätze genutzt. Dafür erhielt die Einmot unter anderem vier 9 Kilo Bomben unter dem Rumpf oder eine insgesamt 227 Kilogramm Sprengmittel an extra dafür montierten Vorrichtungen.

Besondere Aufmerksamkeit erhielten die ganz schwarz matt lackierten Lizzies der 138 Squadron. Diese für sogenannte Special Duties eingesettze Staffel flog Agenten von England nach Frankreich, um im ständigen Kontakt mit der Resistance zu sein. Ein weiteres Aufgabengebiet war die Rettung abgestürzter alliierter Piloten aus besetzten Gebieten. 

1593 Exemplare der "Lizzie" wurden gebaut und waren bis 1948 im militärischen Einsatz. 

Heute fliegen noch einige Exemplare in England und Kanada. 



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