17.10.2016
Klassiker der Luftfahrt

Bild der Woche KW 42/2016Stinson L-5 in der Schweiz

Die Stinson L-5 diente während des Zweiten Weltkriegs und noch lange danach der US-Luftwaffe und den Marines als schier unverwüstliches Verbindungs- und Rettungsflugzeug. Heute ist sie in Europa nur noch selten zu finden. In der Schweiz fliegt in besonderes Exemplar.

Stinson L-5 Sentinel "Stinsy"

Max Schönberger fliegt die L-5 in Formation mit dem Fotoflugzeug. Foto und Copyright: Philipp Prinzing  

 

Sie ist heute nicht mehr so bekannt, wie die leichtere Piper L-4 oder die Taylorcraft L-2 . Doch ab 1942 flogen Stinson L-5 Sentinel auf allen Kriegsschauplätzen des Zweiten Weltkriegs. Über 4000 Exemplare baute Stinson, eine Tochter von Vultee. Grundlage der Sentinel (Wächter) die zivile  105 Voyager aus den 1930er Jahren. Die militärische Version war prinzipiell mit einem bespannten Stahlrohrgitterrumpf und Flügeln überwiegend in Holzbauweise gleich aufgebaut, war jedoch in vielen Details robuster konstruiert, besaß ein größeres Leitwerk und einen wesentlich stärkeren Lycoming-Motor mit 185 PS. Die Tragflächen wurden mit festen Vorflügel versehen, dass verlieh der Stinson hervorragend kurze Start- und Landestrecken.

Anlässlich des Oldtimertreffens auf der Hahnweide kam der „Swiss Wing“ mit seinem Flieger auf den Grasplatz nahe Stuttgart. Die einzige Maschine des Schweizer Wings ist die in Europa seltene Stinson L-5 Sentinel. Der kleine, einmotorige Hochdecker mit der heutigen Registrierung N121MC wurde am 3. Juni 1944 mit der Nummer 42-99443 an die USAAF ausgeliefert und nach Detroit gebracht. Von dort kam er am 29. Juli 1944 nach Tacoma im Staat Washington, wurde dann am 10. Juli 1944 verschifft und danach von der 7th Air Force im „Pacific Theatre of Operation“ eingesetzt. Diese L-5 war also eine der 

Maschinen, die ursprünglich von der Armee bestellt worden waren, dann aber direkt aus der Fertigungshalle an die Navy beziehungs­weise das USMC abgegeben und dort unter der Bezeichnung OY-1 geführt wurde. Nach einer ersten kleineren Restaurierung kam die „Stinsy“ Ende der 1990er Jahre nach Chino, um dort komplett restauriert zu werden. Der Verkauf in die Schweiz erfolgte 2001. Demnächst werden wir ausführlich über die Stinson berichten.



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