09.05.2016
Klassiker der Luftfahrt

Bild der Woche KW 19/2016Space Shuttle

Dreißig Jahre lang war das Space Shuttle das Arbeitstier der amerikanischen Raumfahrt – und die erste wiederverwendbare Raumfähre. Im National Museum of the United States Air Force kann man ein Exemplar besichtigen.

Space Shuttle_NMUSAF

Das hier dargestellte Space Shuttle ist ein Trainingsgerät für die angehenden NASA-Crews gewesen. Foto und Copyright: U.S. Air Force  

 

Bereits Mitte der 1960er Jahre begannen bei der NASA die Überlegungen, mit einer wiederverwendbaren Raumfähre Geld zu sparen. Herausgekommen ist dabei das System Space Transportation System (STS). Es setzt sich aus dem eigentlichen Space Shuttle, einem Außentank sowie zwei Feststoffraketen zusammen. Das Space Shuttle hat die Möglichkeit, wie ein Flugzeug zu fliegen und zu landen. Es kann anschließend erneut ins All geschossen werden. Den ersten Freiflug in der Erprobung absolvierte das Shuttle 1977. Die „Columbia“ startete 1981 zum Jungfernflug in eine Erdumlaufbahn – und das sogar bemannt. Bei den darauffolgenden Einsätzen wurden Satelliten ins All transportiert. Zur „Columbia“ gesellten sich sechs weitere Shuttles: Die „Atlantis“, „Challenger“, „Discovery“, „Endeavour“ und „Enterprise“.

135 Flüge

Auf den 135 Flügen des Shuttles kam es zu zwei Totalverlusten: 1986 verunglückte die Challenger aufgrund eines explodierten Außentanks kurz nach dem Start, die Columbia verglühte 2003 beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre. Bei beiden Unglücken kamen jeweils alle sieben Insassen ums Leben. 2011 ging die Ära des Space Shuttles mit der letzten Landung der Atlantis zu Ende. Das Programm hatte sich als zu kostspielig – obwohl einst zur Kostenreduzierung gestartet – herausgestellt. Bis ein Nachfolger an den Start geht, die jedoch noch alle in Entwicklung sind, werden die amerikanischen Astronauten mit russischen Sojus-Kapseln ins All gebracht.



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