04.05.2015
Klassiker der Luftfahrt

Bild der Woche KW 19/2015Pöschel P-300 Equator

Günter Pöschel brachte Anfang der 1970er Jahre die P-300 Equator auf dem Weg, ein in Composite-Bauweise gefertigtes Amphibium.

Pöschel P-300 Equator

Die Pöschel P-300 war ein aus Glasfaser gefertigtes Amphibium. Foto und Copyright: Pöschel  

 

Mit der P-300 Equator sorgte Konstrukteur Günter Pöschel für Aufsehen in der Branche. Ausgelegt als Amphibium, sollte die Equator auf Land und Wasser operieren können. Sie sollte hervorragende Kurzstarteigenschaften bieten und sich gleichzeitig als komfortables, rund 460 km/h schnelles Reiseflugzeug für sechs bis acht Passagiere eignen. Am 27. Februar 1971 startete Testpilot Dieter Thomas am Flugplatz Laupheim zum Erstflug.

Die P-300 Equator vereinte eine Menge unkonventioneller Konzepte in einem Flugzeug. Sie war, so hieß es 1975 in unserer Schwesterzeitschrift FLUG REVUE, das bis dahin größte in Composite-Bauweise gefertigte Flugzeug. Der Motor, ein großvolumiger Sechszylinder von Lycoming mit rund 300 PS, war zunächst hinter der Kabine installiert und trieb den im Propeller im Heck über eine Fernwelle mit Umlenkung an – eine Lösung, die sich als fehleranfällig erwies. Später gab es weitere Varianten ohne Fernantrieb. So hatte die P-400 Turbo-Equator eine Allison-Turbine direkt im Heck und sollte Platz für Platz für acht Personen bieten. Sie flog im August 1977 erstmals.

In ihrer weiteren Geschichte gab es viele verschiedene Versionen der Equator mit verschiedenen Antrieben. Bis in die jüngere Vergangenheit tauchte das Muster immer wieder auf, doch zu einer Serienfertigung kam es nie.

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Patrick Holland-Moritz


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