14.11.2016
Klassiker der Luftfahrt

Bild der Woche KW 46/2016LZ 129 "Hindenburg"

Wie kein anderes Luftschiff symbolisiert das LZ 129 „Hindenburg“ den Höhepunkt und das Ende einer Ära. Der 1930 begonnene Bau des Giganten war sowohl eine technische als auch wirtschaftliche Herausforderung. Schnell erkannte das NS-Regime den Propagandawert der „Hindenburg“, die mit luxuriösen Transatlantikreisen von sich reden machte.

LZ 129 Hindenburg

Die "Hindenburg" in Frankfurt. Foto und Copyright: DEHLA  

 

Nach sechs Jahren Bauzeit startete das LZ 129 am 4. März 1936 zur Jungfernfahrt. Mit 245 Metern Länge und einem Gasfassungsvermögen von 200000 Kubikmetern stellte es alle bisherigen Luftschiffe in den Schatten. Wenig später folgte die Freigabe für den Luftverkehr und die Taufe auf den Namen des verstorbenen Reichspräsidenten. Anfang April 1936 meisterte die „Hindenburg“ ihre erste Atlantiküberquerung und erreichte nach vier Tagen und 40 Minuten Fahrt Rio de Janeiro.

Die luxuriösen Atlantikpassagen, bei denen 72 zahlungskräftige Passagiere mitreisen konnten, erfreuten sich großer Beliebtheit. Schneller als mit der „Hindenburg“ kam man nicht über den Atlantik nach Süd- und Nordamerika. Vor laufender Kamera spielte sich am 6. Mai 1937 ihr ebenso schnelles wie tragisches Ende ab. Auf der 63. Fahrt wurde ihr im New Yorker Luftschiffhafen Lakehurst der mangels Helium als Traggas verwendete Wasserstoff zum Verhängnis.




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