18.07.2016
Klassiker der Luftfahrt

Bild der Woche KW 29/2016Luscombe Monocoupe 90

Das kleine, zweisitzige Monocoupe war quasi das One-Hit-Wonder seines Konstrukteurs. Bei Privatpiloten war es beliebt, obwohl es in einer wirtschaftlich schwierigen Zeit erschien.

Luscombe Monocoupe - 90A

Eine der letzten beiden Luscombe Monocoupe - 90A. Foto und Copyright: KL-Dokumentation  

 

Donald Luscombe baute erstmals 1927 ein Leichtflugzeug in Mischbauweise aus Holz und Stahlrohr mit Stoffbespannung für die Central States Aero Inc. 20 Flugzeuge wurden unter dem Namen Monocoupe verkauft. Ein Jahr später gründete er zusammen mit dem Automobilhersteller Velie seine eigene Firma Mono Aircraft Corporation und verpasste seinem Entwurf einen von Velie konstruierten 5-Zylinder-Sternmotor mit 62 PS. Die Monocoupe 70 benannte Maschine wurde sofort ein Erfolg. Weitere Versionen folgten, darunter im Jahr 1930 die Monocoupe 90 A mit einem 90 PS Lambert R-266 Sternmotor. Wiederum folgten Abwandlungen mit teils stärkeren Motorleistungen.

Die Weltwirtschaftskrise traf auch das Unternehmen, das 1932 noch einmal die Monocoupe 70-V mit dem schwachen Velie-Motor herausbrachte, um auf Kosten der Leistung einen wirtschaftlichen Betrieb zu ermöglichen. Das letzte zweisitzige Flugzeug der Reihe war die Hochleistungsversion Monocoupe D-145 von 1934 mit einem 145 PS Warner Super Scarab Motor.

Es wird geschätzt, dass über 1000 Exemplare des Flugzeugs gebaut wurden. Die Firma versuchte noch sich mit dem Viersitzer Monocoach am Markt zu behaupten, doch fand der keinen Absatz. Die verschiedenen Varianten der Monocoupe 90 wurden allerdings bis in die späten vierziger Jahre gebaut. Einige Flugzeuge wurden sogar an alliierte Luftwaffen geliefert, wo sie zur Flugausbildung genutzt wurden. Da es aufgrund ihrer Fragilität zu Unfällen kam, wurde sie aber wieder aus dem Dienst gezogen.

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O. Schenk


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