09.03.2015
Klassiker der Luftfahrt

Bild der Woche KW 11/2015Lockheed C-140A JetStar

Mit der Lockheed L-1329 JetStar, beim Militär als C-140 bezeichnet, betrieb die Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung einen der ersten Busines Jets. Ungewöhnlich war seine Auslegung mit vier am Heck montierten Triebwerken.

C-140 JetStar L-1329 Lockheed

Die C-140 JetStar stand 23 Jahre flog 23 Jahre bei der Luftwaffe. Sie diente Verbindungsflügen und dem VIP-Transport. Foto und Copyright: Klassiker der Luftfahrt/Redemann  

 

Der Jet stand von 1963 bis 1986 im Dienst der Bundeswehr – es war das erste strahlgetriebene Verbindungsflugzeug der Luftwaffe und diente auch dem VIP-Transport. Ursprünglich wurden drei Exemplare angeschafft.

Die JetStar war mit 880 km/h Reisegeschwindigkeit unterwegs, bot 4600 km Reichweite und Platz für zehn Passagiere plus zwei Piloten. Der Erstflug des Musters erfolgte am 4. September 1957.

Am 16. Januar 1968 kam es in der Nähe des Flughafens Bremen zur Kollision einer JetStar (CA+102) mit einer Piaggio P.149 der Lufthansa Verkehrsfliegerschule. Die Insassen der einmotorigen Piaggio kamen bei dem Crash ums Leben, während dem Bundeswehr-Piloten eine Notlandung gelang. Eine Reparatur des zerstörten Jets wäre nicht rentabel gewesen, so dass die Luftwaffe eine vierte C-140 orderte. Die drei Flugzeuge erhielten 1968 ihre neuen Kennungen 11+01 bis 11+03.

Als die JetStar, die schon während ihrer Betriebszeit mit hohen Wartungskosten aufgefallen war, endgültig nicht mehr dem Stand der Technik entsprach, wurde das Muster durch sieben Bombardier Challenger ersetzt, die bis 2011 im Einsatz waren. Die JetStar-Flotte wurde 1986 an einen ägyptischen Privatmann verkauft. Unser Bild der Woche der 11+01 entstand in 1980er Jahren kurz vor der Ausmusterung.

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Patrick Holland-Moritz


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