24.03.2014
Klassiker der Luftfahrt

Bild der Woche KW 13/2014Lockheed AH-56A Cheyenne

Mit der AH-56A Cheyenne entwickelte Lockheed in den 60er Jahren einen ebenso leistungsstarken wie ungewöhnlichen Kampfhubschrauber. Obschon sie den Wettbewerb um das AAFSS-Programm (Advanced Aerial Fire Support System) der Army gewann, kam die AH-56A dennoch nie über das Prototypenstadium hinaus.

Lockheed AH-56A Cheyenne

Lockheeds AH-56A Cheyenne galt als einer der modernsten Kampfhubschrauber der 60er Jahre. Dennoch wurde er nie in Serie produziert. Foto: KL-Dokumentation  

 

Die AH-56A Cheyenne unterschied sich technisch in vielfacher Hinsicht von anderen Helikoptern. Am Heck trug sie neben dem eigentlichen Heckrotor zum Drehmomentausgleich einen Dreiblatt-Druckpropeller, der zusätzlichen Schub für hohe Geschwindigkeiten bringen sollte. Im Vorwärtsflug lieferten kleine Tragflügel einen Teil des Auftriebs. Auch das Steuerungssystem des Vierblatt-Hauptrotors, das auf eine Taumelscheibe im herkömmlichen Sinn verzichtete, unterschied sich technisch massiv von herkömmlichen Hubschraubern. Den Antrieb besorgte eine 3435 shp starke T64-GE-16-Wellenturbine von General Electric, die der Cheyenne eine Höchstgeschwindigkeit von 386 km/h ermöglichte.

Inoffiziell soll der Prototyp erstmals im September 1966 abgehoben haben. Das offizielle Roll-out fand am 3. Mai 1967 statt. Insgesamt fertigte Lockheed zehn Prototypen der AH-56A Cheyenne. Zur ursprünglich schon für das Jahr 1968 geplanten Indienststellung kam es nicht, obwohl sich Lockheeds Kampfhubschrauber im AAFSS-Wettbewerb gegen Sikorskys S-66 durchgesetzt hatte. Als die Cheyenne praktisch serienreif war, hatte die Army ihre Anforderungen bereits geändert.



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