27.06.2016
Klassiker der Luftfahrt

Bild der Woche KW 26/2016Junkers Ju 88

Die Junkers Ju 88 der Deutschen Luftwaffe wurde ab Mitte der 1930er Jahre entwickelt, blieb aber fast bis Kriegsende im Einsatz. Die Ju 88 erwies sich als äußerst vielseitig, weshalb man sie in vielen Modifikationen einsetzte.

Junkers Ju 88

Junkers Ju 88 als Zerstörer im Flug. Foto und Copyright: KL-Archiv  

 

Die Ju 88 entstand aus einer Ausschreibung für einen Schnellbomber des Reichsluftfahrtministeriums im Jahr 1935 und wurde neben der Heinkel He 111 zum Standardbomber der deutschen Luftwaffe. Mit fast 15 000 Einheiten war sie eines der größten Flugzeugbeschaffungsprogramme der Rüstung. Bis zum Baustopp Anfang 1945 entstanden über 60 Varianten. Während ihrer Einsatzzeit erwies sie sich als Mädchen für alles und wurde in vielen Funktionen eingesetzt etwa als Fernbomber, Torpedobomber, Minenleger, See- oder Fernaufklärer, zur Wetterbeobachtung, als Zerstörer, Nachtjäger, Panzerjäger oder als Tiefangriffsflugzeug eingesetzt wurde.

Am Ende des Krieges dienten sie in Mistel-Gespannen als fliegende Bomben und zerstörten zahlreiche Oder-Brücken. Weitere Nutzer neben dem Deutschen Reich waren Finnland, Italien, Ungarn und Rumänien. In Frankreich flog die Ju 88 sogar bis in die frühen 1950er Jahre.

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O. Schenk


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