14.03.2016
Klassiker der Luftfahrt

Bild der Woche KW 11/2016Heinkel He 280

Mit dem ersten Flug der mit He S 8 A-Aggregaten ausgerüsteten He 280 begann vor 75 Jahren die Ära der Strahljäger. Heinkels Entwurf selbst konnte sich allerdings wegen Triebwerksproblemen nicht durchsetzen.

Heinkel He 280

Aufbruch in eine neue Ära. Am 30. März 1941 flog die He 280 erstmals. Foto und Copyright: KL-Dokumentation  

 

Am 30. März 1941 war es soweit: Fritz Schäfer saß im Cockpit des Strahljägers He 280. Er musste peinlich genau auf die Drehzahl der Triebwerke achten, da aus Gewichtsgründen nur so viel Kraftstoff mitgenommen wurde, um eine Platzrunde zu fliegen. Aus diesem Grund wurde das Fahrwerk nach dem Start nicht eingefahren, und Schäfer konnte nach einer Runde um den Flugplatz problemlos wieder landen. So war es Heinkel gelungen, das erste strahlgetriebene Jagdflugzeug der Welt vor allen anderen Konkurrenten in die Luft zu bringen. Die britische Gloster E.28/39 flog erst am 15. April 1941.

Die Flugerprobung der He 280 wurde jedoch nach wenigen Flügen eingestellt, da die Triebwerke noch zu unausgereift waren. An einen Einbau der HeS30-Turbinen war noch nicht zu denken. Um die He 280 so schnell wie möglich voran zu bringen, sollten vorerst je zwei Argus-Pulsostrahltriebwerke unter jeder Fläche montiert werden und der Start im Schlepp mit einer He 111 erfolgen. Das RLM forderte auch, den Einbau der Junkers- und BMW-TL-Triebwerke zu untersuchen.    

Am 13. Januar 1943 gab es eine weitere Premiere. Flugzeugführer Rudolf Schenk musste mit dem Schleudersitz de He 280 V1 verlassen. Es war die weltweit erste Lebensrettung dieser Art.

Kurz darauf wurde das Programm dann fast auf den Tag genau drei Jahre nach dem Erstflug vom RLM zugunsten der Me 262 abgesetzt     

Mehr zur Heinkel He 280 lesen Sie in der kommenden Ausgabe des Klassiker der Luftfahrt



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