14.04.2014
Klassiker der Luftfahrt

Bild der Woche KW 16/2014Fokker D.XXI

Mit der D.XXI entwickelte Fokker Mitte der 30er Jahre einen Jäger, der für seine Zeit als durchaus leistungsfähig galt. Moderneren Konstruktionen war er allerdings wenige Jahre später hoffnungslos unterlegen.

Bild der Woche Fokker DXXI

Diese Fokker D.XXI ist eines von zehn Exemplaren, die in Kopenhagen für die dänische Luftwaffe in Lizenz gebaut wurden. Foto: KL-Dokumentation  

 

Der Prototyp der Fokker D.XXI flog erstmals am 27. März 1936. Die Flugerprobung verlief vielversprechend. Dennoch orderte die niederländische Regierung nur 36 Exemplare. Die Standard-Bewaffnung des Jägers war relativ schwach und bestand aus vier 7,9-mm-MGs.  Hauptabnehmer war Finnland, die 100 der Jäger in Lizenz bauten und auf seiner Basis auch einen Jagdtrainer, die Pyry, entwickelten. Bei der niederländischen Luftwaffe flog die D.XXI mit einem Bristol Mercury VIII mit 830 PS (618 kW) Leistung, die finnischen Lizenzbauten erhielten den gleichen Motor, später auch den stärkeren Pratt & Whitney Twin Wasp.

Sämtliche niederländischen D.XXI gingen beim deutschen Angriff auf die Niederlande verloren. Allerdings fielen den Fokker-Jägern auch fast 40 Ju 52 zum Opfer. Im finnischen Abwehrkampf gegen die Sowjetunion spielte die D.XXI eine wichtige Rolle und zeigte sich sehr konkurrenzfähig gegen die Polikarpov I-15 und I-16.
Auch Dänemark setzte 13 Fokker D.XXI ein, die allerdings mit dem  nur 645 PS leistenden Mercury VI S motorisiert waren. Unser Bild der Woche zeigt eines dieser Flugzeuge, von denen zehn in Dänemark als Lizenzbauten entstanden.

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hm


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