06.06.2016
Klassiker der Luftfahrt

Bild der Woche KW 23/2016Fokker B.IV

Die Fokker B.IV entstand in den 20er Jahren. Ziel war von Beginn an, das Flugboot vor allem in den USA zu vermarkten.

Fokker B.IV

Sechs Passagieren bot die Fokker B.IV/F.11 Platz. Doch Fokker gelang es nicht, ausreichend Kunden für das einmotorige Flugboot zu finden. Foto: KL-Dokumentation  

 

Mit der B.IV verfolgte Fokker die Idee einer luxuriösen „Air Yacht“. Das Flugboot wurde mit einem Aluminiumrumpf ausgelegt. Den Antrieb besorgte ein Pratt & Whitney Hornet mit 525 PS (389 kW). Sechs Passagiere fanden komfortabel Platz. Im Jahr 1928 flog erstmals ein Protoyp, der auf der Fokker B.III basierte. Danach wurde das Flugzeug jedoch nochmals stark modifiziert. Fokker America, die US-Tochter der niederländischen Fokker-Werke orderte zunächst 20 Exemplare. Mangels Kapazitäten in den USA wurden die Rümpfe in den Niederlanden gefertigt. Der Bau der Flügel und die Endmontage erfolgten in Amerika. Das Flugboot flog hier unter der Bezeichnung Fokker F.11. Jedoch blieb das Kundenecho gering. Es gelang nicht, das Flugboot in wirtschaftlich tragfähigen Stückzahlen zu verkaufen. Nach dem Bau von sechs Serienflugzeugen stoppte Fokker deshalb die Produktion. Das USAAC testete zwar noch ein Exemplar hinsichtlich einer militärischen Verwendung, zeigte aber nach der Erprobung ebenfalls kein Interesse an einem Kauf.

Über den Verbleib der wenigen gefertigten Fokker ist wenig bekannt. In den 70er Jahren wurde der Rumpf einer 1935 in der kanadischen Wildnis verunglückten Fokker F.11 geborgen. Er befindet sich heute im Depot des Aviodrome im niederländischen Lelystad.

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hm


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