08.09.2014
Klassiker der Luftfahrt

Bild der Woche KW 37/2014Douglas DC-7

Mit der DC-7 endete bei der Douglas Aircraft Company in Long Beach die Ära der propellergetriebenen Verkehrsflugzeuge. Die Jets standen schon in den Startlöchern und verhinderten einen größeren Erfolg des Musters.

BdW Douglas DC-7

Die Douglas DC-7 absolvierte am 18. Mai 1953 ihren Erstflug. Foto und Copyright: © Douglas Aircraft Company  

 

Die DC-7 ist ein viermotoriges Verkehrsflugzeug, das Anfang der 50er-Jahre von der berühmten Flugzeugschmiede Douglas Aircraft in Long Beach im US-Bundesstaat Kalifornien entwickelt wurde. Douglas reagierte mit dem Flugzeug auf den Bedarf der amerikanischen Fluggesellschaften nach einem Langstreckenmuster, das zwischen 80 und 100 Passagiere befördern sollte. Ursprünglich hatte Pan American World Airways bereits 1945 ein solches Flugzeug ordern wollen, hatte aber dann doch von einer Bestellung abgesehen. Das Muster sollte nach den Wünschen der Airlines Nonstop-Flüge zwischen Zielen an der Ost- und der Westküste der USA ermöglichen.

American Airlines wurde Erstbesteller der DC-7 und kaufte vom Reißbrett weg 25 Exemplare. Am 18. Mai 1953 startete die erste DC-7 in Long Beach zu ihrem Erstflug. Die Flugerprobung des neuen Flugzeugtyps war bereits im Oktober beendet, so dass American die erste DC-7 schon im November in Dienst stellen konnte. 

Auf die DC-7 folgte schnell die DC-7B, eine Version der viermotorigen Propellermaschine mit stärkeren Motoren und Zusatztanks, die in den verlängerten Triebwerksverkleidungen untergebracht waren. South African Airways kaufte diese Version und setzte sie auf der Route von Johannesburg nach London ein. 

Die DC-7C war die dritte Variante des Musters. Sie war mit 34,23 m rund einen Meter länger als die ursprüngliche DC-7 und verfügte über eine Spannweite von 38,80 m - genau drei Meter mehr als die Ausgangsversion. Sie fand aufgrund ihrer großen Reichweite auch Käufer in Europa. So nutzten unter anderem BOAC, die Swissair und KLM die DC-7C, um Nonstopverbindungen in die USA anzubieten.  Mit 121 Exemplaren war die DC-7C auch die erfolgreichste Version der DC-7. 

Die Produktionszeit des Musters war jedoch begrenzt. Bereits 1958 - nur fünf Jahre nach Beginn der Serienfertigung - stellte Douglas die DC-7 nicht mehr in Serie her. Die Jets hatten den Kolbenmotor-Verkehrsflugzeugen den Rang abgelaufen, obwohl die DC-7C eine relativ hohe Reisegeschwindigkeit aufwies.

Die DC-7 schieden in den nächsten zehn Jahren aus dem aktiven Passagierdienst aus und wurden zum großen Teil zu Frachtflugzeugen umgebaut. In diesem Sektor wurden sie noch lange eingesetzt. Am 15. Oktober 2010 waren in der amerikanischen Luftfahrzeugrolle noch sechs DC-7 zu finden.

Daten Douglas DC-7

Spannweite: 38,80 m
Länge: 34,23 m
Höhe: 10,50 m
Leermasse: 33.005 kg
Nutzlast: 9.045 kg
max. Abflugmasse: 64.870 kg
Reichweite: 3.913 NM/7.130 km
Reisegeschwindigkeit: 300 kts/555 km/h

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