20.10.2014
Klassiker der Luftfahrt

Bild der Woche KW 43/2014de Havilland Sea Hornet

Nach dem „hölzernen Wunderbomber" Mosquito entwickelte de Havilland den Jäger DH 103 in ähnlicher Bauweise.

de Havilland Sea Hornet

de Havilland Sea Hornet. Foto und Copyright: de Havilland  

 

Hornet und Sea Hornet gingen allerdings erst nach Ende des Zweiten Weltkriegs in Dienst und wurden insbesondere in Fernost eingesetzt.

Der erste Prototyp der DH 103 (RR915) rollte am 20. Juli 1944 aus der Montagehalle in Hatfield. Acht Tage später, am 28. Juli, startete Geoffrey de Havilland Jr. mit der RR915 zum Jungfernflug. Die Serienfertigung der Hornet F. Mk.1 begann im Dezember 1944.

Bereits im frühen Entwurfsstadium der Hornet erkannte man, dass dieses Muster auch von Flugzeugträgern eingesetzt werden konnte. Man arbeitete daraufhin ein Projekt aus, das ebenfalls mit zwei Merlin 130/131-Motoren ausgerüstet war, deren Luftschrauben im Gegensatz zur Hornet aber jeweils nach außen drehten. Ende 1944 wurden gemäß der Spezifikation Nr. 5/44 sieben aus der ersten Serie stammende Hornet F. Mk.1 entsprechend modifiziert.

Am 19. April 1945 startete der erste Prototyp (PX212) zu seinem Erstflug, er war genau wie der zweite Prototyp (PX214) noch nicht mit faltbaren Außenflügeln versehen. Erst die dritte Mustermaschine (PX219) entsprach voll den Forderungen des Fleet Air Arm, die im Rahmen ihrer Erprobung im August auch erste Landeversuche auf dem Deck des leichten Flugzeugträgers HMS Ocean durchführte.

Der Anfangsauftrag für diesen ersten Langstreckenjäger der Royal Navy lautete auf 28 Maschinen mit der Bezeichnung Sea Hornet F. Mk.20, deren erste (TT186) am 13. August 1946 flog.

Als erste Einheit der Royal Navy wurde die No. 801 Squadron in Ford im Juni 1947 mit Sea Hornets ausgerüstet. Sie verlegte später nach Arbroath in Schottland, konnte aber erst 1949 ihren aktiven Truppendienst an Bord der Flugzeugträger HMS Implacable und HMS Indomitable aufnehmen.

Die dringende Forderung der Royal Navy nach einem leistungs- und kampfstarken Nachtjäger führte zu einer Abwandlung der Sea Hornet in einen mit Radargeräten ausgerüsteten Zweisitzer. de Havilland rüstete eine F. Mk.1 (PX230) nach den Richtlinien der Spezifikation N.21/45 um. Diese Maschine hatte noch keine Faltflügel, erhielt aber zwei Merlin 133/134-Motoren mit Flammenvernichtern und auf der Rumpfoberseite eine einteilige Kuppelverglasung für den beheizten Raum des Radarbeobachters. Außerdem wurde die Rumpfspitze als Radome ausgebildet. In dieser Form diente sie mit der Bezeichnung NF. Mk.21 als Ausgangsmuster für den Sea Hornet-Nachtjäger. Erstflug war am 9. Juli 1946.

Als letzte Version der Sea Hornet wurden noch 43 Aufklärer mit der Bezeichnung PR. Mk.22 gefertigt. Bei dieser Baureihe handelte es sich aber lediglich um eine Ableitung aus der F. Mk.20. Statt der Kanonenbewaffnung war diese Maschine im Rumpfvorderteil mit einer aus zwei F.52-Kameras bestehenden Anlage für Tageseinsätze ausgestattet.



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