06.01.2014
Klassiker der Luftfahrt

Bild der Woche KW 02/2014Blackburn Beverley

Die Blackburn Beverly wurde in den späten 40er Jahren noch von der damaligen General Aircraft als taktischer Transporter entworfen. Die RAF setzte das etwas skurril anmutende Flugzeug bis zum Jahr 1967 ein.

BdW Bristol Beverley

Blackburn produzierte die mächtige C.1 Beverley in den 50er Jahren für die RAF. Besonders im Fernen Osten bewährte sich der Transporter, der auch auf unbefestigten Pisten eingesetzt werden konnte. Foto: KL-Dokumentation  

 

Die Form folgt der Funktion. Dieser Satz trifft sicher auf die Blackburn Beverly zu. Mit ihrem großvolumigen Rumpf, hochgesetztem Leitwerksträger und doppelten Seitenleitwerken wirkte sie geradezu plump, besaß dafür aber einen sehr geräumigen Frachtraum.

Ihre vier Bristol Centaur-Sternmotoren mit jeweils 2850 PS Startleistung verhalfen ihr zu passablen Flugleistung. Im Horizontalflug erreichte der Transporter knapp über 380 km/h. Seine maximale Reichweite lag etwas über 2000 Kilometer, allerdings nur bei erheblich verringerter Zuladung. Der Hauptfrachtraum, der über große Ladetore unter dem Leitwerksträger selbst mit sperriger Fracht wie Fahrzeugen beladen werden konnte, war schnell für den Transport von 94 Fallschirmjägern umzurüsten. Weitere 36 Soldaten fanden in dem höher liegenden Leitwerksträger Platz. Ihr robustes Festfahrwerk erlaubte der Beverley Starts und Landungen auch auf unbefestigten Pisten. Bei Versuchen mit Starthilferaketen kam der bei voller Beladung über 61 Tonnen schwere Transporter schon nach 365 Metern Rollstrecke in die Luft

Obwohl der erste Prototyp, der noch als GAL.60 bezeichnet wurde, bereits am 20 Juni 1950 zum Erstflug startete, kam das erste Flugzeug im Serienstandard erst 1955 in die Luft. Es erhielt die Bezeichnung C.1 Beverley, die interne Bezeichnung bei Blackburn lautete B-101. Ab 1957 wurden mehrere Einheiten des damaligen RAF Transport Command mit den massigen Transportern ausgerüstet. Insgesamt lieferte Blackburn 47 C.1 Beverley aus. Die RAF verwendete sie zu einem großen Teil im Fernen Osten. Doch schon zehn Jahre nachdem sie in Dienst gestellt worden waren, wurden die Blackburn C.1 Beverley ausgemustert. Leistungsfähigere Flugzeuge wie die Hawker-Siddeley Andover übernahmen ihre Aufgaben.



Weitere interessante Inhalte
"Triff sie schwer!" Die 1. Brasilianische Fighter Squadron im Zweiten Weltkrieg

25.04.2017 - In der Bilderstrecke bekommen Sie einen Einblick in den Alltag der 1. Brasilianischen Fighter Squadron im Zweiten Weltkrieg. … weiter

CAF Dixie Wing Fighter-Formation

25.04.2017 - Die drei wichtigsten Flugzeuge der USAAF des Zweiten Weltkriegs flogen am vergangenen Wochenende in den USA erstmals wieder zusammen. Die Formation aus Curtiss P-40, Bell P-63A und P-51 Mustang war … weiter

Freunde des Fieseler Storch Erfüllung eines Traums

24.04.2017 - Als Junge lag er oft auf den Wiesen des Altenrheins und sah den Fieseler Störchen am Himmel Zu. Heute, 60 Jahre später, besitzt sein Verein nicht nur einen Fieseler Storch. … weiter

Bild der Woche KW 17/2017 Dornier Do 217 M-1

24.04.2017 - Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörten auch zwei erbeutete Do 217 M-1 zum Bestand des britischen Royal Aeronautical Establishment. Die auf dem Foto gezeigte Maschine mit der vom Air Ministry vergebenen … weiter

Überschalljäger Die Century-Series-Jets der US Air Force

21.04.2017 - Die berühmten Überschalljäger mit einer Typenbezeichnung ab 100 bildeten lange Zeit nicht nur im Bereich der Abfangjagd - wie die F-102 Delta Dagger und F-106 Delta Dart - das Rückgrat der US Air … weiter


  • Hersteller

    Lade...

  • Typ

    Bitte Hersteller auswählen!

In Kooperation mit
Klassiker der Luftfahrt 04/2017

Klassiker der Luftfahrt
04/2017
10.04.2017

Abonnements
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


Focke-Wulf Fw 190
Mitsubishi J8M
Cessna O-1 Bird Dog
RAF-Museum
Douglas A-26 Invader
Junkers K 30
Lend-Lease für die Sowjetunion
Albatros Flugzeugwerke
Modellträger