24.04.2012
Klassiker der Luftfahrt

Bild der Woche KW 2012/17: Junkers Ju 52 als BehelfsbomberBild der Woche: Tarnen und Täuschen - die Ju 52 als Behelfsbomber

Als Transport- und Passagierflugzeug hat die Junkers Ju 52/3m weltweite Berühmtheit erlangt. Dass ihr Großserienbau auf der Beschaffung eines Behelfsbombers im Dienste der Deutschen Luft Hansa AG gründet, ist jedoch weniger bekannt.

Ju 52/3m ge Behelfsbomber

Die Ju 52/3m ge im zivilen Erscheinungsbild. Auf den militärischen Charakter deutet nur das Bordpeilgerät hinter dem Cockpit hin. Bild: KL-Dokumentation  

 

Am 7. März 1932 hatte die Junkers Ju 52/3m ihren Erstflug – noch während der Weltwirtschaftskrise. Unter diesen Bedingungen war klar, dass der erhoffte Absatzerfolg von der flexiblen Verwendbarkeit  des Flugzeugs abhing.

Im Junkers-Konzern kursierten bereits seit Mitte der 1920er Jahre Denkschriften zur Aufstellung von Behelfsbomberstaffeln aus der Flotte der Luft Hansa. So sollte nicht nur viel Geld gespart und im Ernstfall auf zivile Strukturen zurückgegriffen, sondern auch die Aufrüstung der Reichswehr verschleiert werden.

Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten trieben Hermann Göring und Erhard Milch die Behelfsbomber-Pläne weiter voran: gemeinsam mit Hugo Junkers Sohn Klaus und an der SA wie auch der Reichswehr vorbei. Von 1934 bis 1937 liefen schließlich bis zu 700 Ju 53/3m ge vom Band – jeweils mit acht Tarndeckeln und einer in Kisten gelagerten Sonderausrüstung versehen.

In der Ausgabe 4/2012 von Klassiker der Luftfahrt haben wir uns erstmals detailliert mit der Entstehung der Ju-52-Behelfsbomberrolle und ihren Rüstsätzen befasst.




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