16.09.2013
Klassiker der Luftfahrt

Bild der Woche KW 38/2013: Stinson L-5 SentinelBild der Woche: Stinson L-5 Sentinel

Die Stinson L-5 diente während des Zweiten Weltkriegs und noch lange danach der US-Luftwaffe und den Marines als schier unverwüstliches Verbindungs- und Rettungsflugzeug. Auch als Nahaufklärer und Feuerleitflugzeug bewährte sich der Hochdecker.

Stinson L-5 Sentinel

Bei der Sanitätsversion der Stinson L-5 Sentinel konnte die rechte Rumpfseitenwand zur Aufnahme einer Trage aufgeklappt werden. Foto und Copyright: USAF  

 

Sie ist heute nicht mehr so bekannt, wie die leichtere Piper L-4 Grashopper. Doch ab 1942 flogen Stinson L-5 Sentinel auf allen Kriegsschauplätzen des Zweiten Weltkriegs. Über 4000 Exemplare baute Stinson, eine Tochter von Vultee. Ausgangspunkt  der L-5 war die zivile Stinson 105 Voyager aus den späten 30er Jahren. Die militärische Version war prinzipiell mit einem bespannten Stahlrohrgitterrumpf und Flügeln überwiegend in Holzbauweise gleich aufgebaut, war jedoch in vielen Details robuster konstruiert, besaß ein größeres Leitwerk und einen wesentlich stärkeren Lycoming-Motor mit 185 PS. In die Tragflächen integrierte feste Vorflügel verliehen ihr kurze Start- und Landestrecken.

Unser Bild der Woche zeigt eine Sanitätsversion der L-5 Sentinel mit einer Trage im hinteren Teil der Kabine. Die Aufnahme entstand während eines Rettungseinsatzes im Dschungel von Burma. Der Pilot holt gerade einen verwundeten Soldaten ab, um ihn in ein Lazarett hinter der Frontlinie zu bringen.

Bis 1957 blieben die Stinson L-5 Sentinel im Dienst der US-Streitkräfte. Auch heute noch fliegen weltweit viele der robusten Flugzeuge. In Europa sind vor allem in Italien noch zahlreiche L-5 Sentinel im Besitz von Clubs und Privateignern Flugzeuge.



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