27.05.2013
Klassiker der Luftfahrt

Bild der Woche KW 2013/22: Renard R36Bild der Woche: Renard R.36

Die belgischen Luftstreitkräfte waren Mitte der dreißiger Jahre angesichts der massiven deutschen Luftrüstung auf der Suche nach einem leistungsfähigen Jagdflugzeug.

BdW 0019 Renard 36

 

 

Die belgische Aéronautique Militaire verfügte Mitte der dreißiger Jahre über 350 Flugzeuge. Davon waren aber viele - wie zum Beispiel die Fairey Fox oder die Firefly IIM - bereits Mitte der zwanziger Jahre konstruiert worden und entsprachen nicht mehr dem modernsten Stand.

Als Ersatz für die veralteten Jäger bot der belgische Konstrukteur Alfred Renard ein modernes Jagdflugzeug in Ganzmetall-Bauweise an, das von einem 910 PS starken V-12-Motor von Hispano-Suiza angetrieben wurde. Das Triebwerk verfügte über Flüssigkeitskühlung. Die R.36 war von Renard mit einer starken Bewaffnung versehen worden: Neben einer 20-mm-Bordkanone, die durch die Propellernabe schoss, waren in den Traglächen vier Maschinengewehre vom Kaliber 7,7 mm untergebracht.

Das Flugzeug flog am 5. November 1937 mit der zivilen Registrierung OO-ARW in Evere, einem heutigen Vorort von Brüssel, zum ersten Mal.

Das belgische Militär erteilte 1938 einen Auftrag über 40 Maschinen. Während der Flugerprobung zeigte die R.36 jedoch mehrere Mängel, die durch verschiedene Modifikationen gelöst wurden. Am 17. Januar 1939 stürzte der Prototyp der R.36 ab, woraufhin der bestehende Auftrag storniert wurde. Belgien beschaffte in einem Schnellprogramm anstelle des durchaus modernen Renard-Musters die Hawker Hurricane. 



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