28.01.2013
Klassiker der Luftfahrt

Bild der Woche KW 2013/05: Junkers Ju 87 G-2Bild der Woche: Junkers Ju 87 G-2

Als „Panzerknacker“ wurden die Ju 87 G bekannt. Unser Bild der Woche zeigt eine G-2, die 1945 amerikanischen Truppen fast unbeschädigt am Flugplatz Pilsen in die Hände fiel.

Bild der Woche: Junkers Ju 87 G-2

In Pilsen eroberten amerikanische Truppen diese Junkers Ju 87 G-2. Der „Panzerknacker“ trug zwei mächtige 37-mm-Kanonen mit jeweils sechs Schuss Munitionsvorrat unter den Tragflügeln. Foto: USAF  

 

Als Sturzkampfbomber war die Junkers Ju 87 eine verheerende Waffe. Allerdings nur so lange, wie die Luftwaffe die Luftüberlegenheit hatte: beim Überfall auf Polen, in Belgien, Holland und Frankreich. Bei der Luftschlacht um England traten dann jedoch die Schwächen der Ju 87 offen zu Tage. Das träge Flugzeug war den wendigen Jägern der Verteidiger hoffnungslos ausgeliefert. In kürzester Zeit wurden die Stuka-Verbände derart dezimiert, dass von einer weiteren Verwendung auf diesem Kriegsschauplatz abgesehen wurde. Eine wichtige Rolle spielten Ju 87 noch im Mittelmeerraum und beim Kampf um Tobruk. Reine Sturzangriffe waren immer weniger gefragt. Auch an der Ostfront erhielten die Stukas vermehrt Aufgaben als Erdkampfflugzeug, für die sie eigentlich gar nicht ausgelegt waren.

Im Februar 1943 flogen bei einer Versuchseinheit erstmals einige Ju 87 G-1, die speziell für die Panzerbekämpfung ausgelegt waren. Es handelte sich dabei um umgebaute Ju 87 D-3  Sie trugen unter den Tragflächen zwei durchschlagskräftige 37-mm-Flugabwehrkanonen (Flak 18), die mit einer speziell zur Panzerbekämpfung entwickelten Hartkernmunition „gefüttert“ wurden. In den Flügeln waren noch zwei MG-151/20 montiert. Noch im gleichen Jahr folgte die G-2-Version, die auf Basis der D-5 entstand, jedoch auf die MG-Bewaffnung und Sturzflugbremsen verzichtete. Mit dem schlanken von der D-5 übernommenen Flügel und ihrem 1420 PS starken Junkers Jumo 211 erreichte die Ju 87 G-2 eine Höchstgeschwindigkeit von 396 km/h.



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