18.11.2013
Klassiker der Luftfahrt

Bild der Woche KW 47/2013Handley Page O/400

Als Bomber und Patrouillenflugzeug setzte die RAF im Ersten Weltkrieg die Handley Page O/400 ein. Sie war eine stark verbesserte Variante der O/100, die mit über 30 Metern Spannweite das größte bis dahin in Großbritannien gebaute Flugzeug war.

BdW Handley Page /O400

Technisch bedeutete die Handley Page O/400 zu ihrer Zeit eine große Herausforderung. Sie war eines der ersten britischen Großflugzeuge. Foto: KL-Dokumentation  

 

Die ersten O/400 lieferte Handley Page im Frühjahr 1918 aus. Gegenüber ihrem optisch sehr ähnlichen Basismuster, der O/100, deren Prototyp erstmals im Dezember 1915 flog, war sie ein wichtiger Schritt vorwärts. Besaß die Vorgängerin noch zwei separate Tanks direkt hinter den Motoren in den Motorgondeln, verwendete Handley Page für die O/400 einen zentralen und besser geschützten Rumpftank. Dabei förderten vom Fahrtwind angetriebene Pumpen den Sprit zu den Motoren. Stärke Rolls-Royce Eagle III mit je 360 PS (268 kW) ersetzten die Eagle II der Ausgangsversion. Die Motoren wurden zudem mit einem pneumatischen Anlasser ausgerüstet. Die Reichweite der Riesendoppeldecker betrug stattliche 1200 Kilometer, ihre Höchstgeschwindigkeit im Horizontalflug 157 km/h. Mit zunehmendem Aufbau der O/400-Flotte kam der Bomber immer mehr zum Einsatz. In einem der ersten Masseneinsätze griffen 40 dieser Bomber am 14./15. September feindliche Ziele auf dem Kontinent an.

Insgesamt wurden 400 Handley Page O/400 gebaut, 107 Exemplare fertigte die Standard Aircraft Corporation in den USA für den US Army Air Service. Die technische Entwicklung überholte die Riesendoppeldecker recht schnell. Nach dem Kriegsende gab Großbritannien eine größere Anzahl O/400 an China.



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