14.05.2012
Klassiker der Luftfahrt

Bild der Woche KW 2012/20: Grumman F6F HellcatBild der Woche: Grumman F6F Hellcat

Sie war weder außergewöhnlich schnell noch besonders stark bewaffnet und kam recht spät zum Einsatz. Trotzdem wurde die Grumman F6F zum erfolgreichsten Jagdflugzeug der Alliierten auf dem pazifischen Kriegsschauplatz.

Grumman F6F Hellcat

Nach ihrer Aufstellung im Jahr 1946 flogen die Blue Angels, die Kunstflugstaffel der US Navy, ein paar Monate lang die Hellcat. Bild: KL-Dokumentation  

 

Dass es, kurz nach der Entwicklung der F4F Wildcat, zum Bau der F6F kam, lag am Kriegsbeginn in Europa. Aus den Berichten über die Luftkämpfe jenseits des Atlantiks folgerte Grumman, dass schon bald trägergestützte Jagdflugzeuge mit deutlich besseren Leistungsmerkmalen als denen der Wildcat gefragt sein würden. Anfang 1941 präsentierte der Flugzeugbauer ein Mock-up des neuen Tiefdeckers mit Dreiblattpropeller und Einziehfahrwerk. Ein paar kleinere Änderungen verlangte die US Navy noch, bevor sie am 30. Juni – dem Tag, an dem die Vought F4U-1 in die Serienproduktion ging – den Auftrag zum Bau zweier Prototypen gab.

Mit dem japanischen Überfall auf Pearl Harbor und dem Kriegseintritt der USA erfuhr das Projekt eine ungeahnte Beschleunigung. Am 26. Juni 1942 startete Testpilot Bob Hall mit der XF6F-1 in Bethpage, New York, zum Jungfernflug, und am 3. Oktober 1942 flog schließlich die erste Serien-F6F-3. Während der gesamten Produktionsdauer waren nur wenige Nachbesserungen nötig. Stetig ergänzt wurde die anfangs nur aus sechs Flügel-MGs bestehende Bewaffnung. Die am 5. April 1944 erstmals geflogene zweite Serienversion F6F-5 verfügte zusätzlich über sechs ungelenkte 127-mm-Luft-Boden-Raketen (HVAR) und wahlweise zwei 500-kg-Bomben oder zwei 298-mm-Luft-Boden-Raketen (Tiny Tim). So schlüpfte die Hellcat immer mehr in die Rolle eines Jagdbombers. Als die Nachtflugaktivität auf japanischer Seite zunahm, bewährte sie sich auch als Nachtjäger mit einem Radargerät am rechten Flügel.

Mehr über die Hellcat, ihre Versionen und Einsätze, erfahren Sie in der Ausgabe 6/2012 der Flug Revue.




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